SpOn 28.05.2026
15:46 Uhr

Sensation bei French Open: Jannik Sinner verliert in der Hitze gegen Juan Manuel Cerúndolo


Er führte bereits mit zwei Sätzen, dann ging bei über 30 Grad in Paris nichts mehr für Jannik Sinner. Die Nummer eins der Welt ist bei den French Open frühzeitig am Argentinier Juan Manuel Cerúndolo gescheitert.

Sensation bei French Open: Jannik Sinner verliert in der Hitze gegen Juan Manuel Cerúndolo

Das ist eine große Überraschung: Jannik Sinner ist bei den French Open bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Bei Temperaturen von über 30 Grad in Paris verlor der vierfache Grand-Slam-Sieger 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6 gegen Juan Manuel Cerúndolo aus Argentinien.

Die Hitze machte der Nummer eins der Welt spätestens nach der 2:0-Satzführung schwer zu schaffen. Sinner nahm eine Auszeit und schien sich mehrfach fast übergeben zu müssen. Immer wieder ging der Italiener in den spärlichen Schatten am Seitenrand, doch auch dort fand er keine Kraft.

Sinner, 24, hatte in den vergangenen Jahren bei hohen Temperaturen immer wieder mit seinem Körper zu kämpfen gehabt. Gegen einen starken Cerúndolo sah es zunächst so aus, als würden diese Beschwerden Sinner diesmal nichts anhaben können. Gegen Ende des dritten Satzes jedoch schien der Südtiroler plötzlich Probleme zu bekommen.

Sinner völlig entkräftet

Sinner völlig entkräftet

Foto: Alain Jocard / AFP

In Sinners Box herrschte Ratlosigkeit, als er ein eigenes Aufschlagspiel ohne Punktgewinn abgeben musste. Beim Stand von 6:3, 6:2, 5:4 für ihn konnte Sinner dann erstmals nicht mehr weiterspielen und nahm eine medizinische Auszeit. Dabei gab er an, dass ihm »schwindelig« sei. Sinner kehrte anschließend auf den Platz zurück, verlor aber den dritten Satz.

Sinner muss sich auf seinen Schläger abstützen

Auch nach einer weiteren längeren Pause sah Sinner nicht gut aus. Im vierten Satz musste er sich beinahe auf dem Court übergeben. Immer wieder stützte er sich zudem auf seinen Schläger ab und versuchte, Rat in seiner Box einzuholen. Es half nichts: Nach insgesamt drei Stunden war auch der vierte Satz verloren.

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Sinner war als Topfavorit auf den Titel nach Paris gereist. 2025 bremste ihn erst Carlos Alcaraz in einem packenden Finale aus – der Spanier fehlt in diesem Jahr verletzungsbedingt, was Sinners Chancen im Vorfeld noch einmal vergrößert hatte.

In Rom gewann der Italiener sein sechstes Masters in Serie nach den Triumphen in Paris (2025) sowie Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid in diesem Jahr. Einer seiner größten Rivalen in diesem Jahr war Alexander Zverev, dessen Chancen auf einen ersten Grand-Slam-Titel durch Sinners Aus nun deutlich besser erscheinen.

Becker: Wetter ist Sinners »größter Gegner«

Bei ähnlichen Bedingungen hatte Sinner zuletzt einige Male körperliche Probleme gehabt. »Wir Rothaarigen tun uns bei großer Hitze schwer«, hatte Tennisidol Boris Becker schon vor dem Zweitrundenmatch gesagt: »Das Wetter ist sein größter Gegner.«

Argentinier Cerúndolo: Plötzliche Chance beeindruckend genutzt

Argentinier Cerúndolo: Plötzliche Chance beeindruckend genutzt

Foto: Michael Baucher / PsnewZ / IMAGO

Das letzte Mal, dass Sinner in der zweiten Runde bei einem Grand-Slam-Turnier in der zweiten Runde ausgeschieden war, war vor drei Jahren ebenfalls in Paris. Sein Gegner damals war der deutsche Profi Daniel Altmaier.

jan/sid