Zwei Menschen sind bei Lawinenabgängen in der Schweiz ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurde am Sonntag im Kanton Graubünden die Leiche eines jungen Italieners unter Schneemassen gefunden. Rettungskräfte hatten in der Umgebung von Pontresina seit Donnerstag nach dem 25-Jährigen gesucht. Dem Nachrichtenportal »20 Minuten« zufolge arbeitete er im Skiort St. Moritz, fuhr in seiner Freizeit Ski und war auch Bergsteiger.
Im Kanton Wallis kam nach Angaben der Polizei am Sonntag ein 22-jähriger Skifahrer ums Leben, der in Verbier von einer Lawine mitgerissen wurde. Der junge Mann, der neben der schweizerischen auch die niederländische Staatsbürgerschaft hatte, war demnach abseits der Pisten unterwegs , als er in einer Höhe von 2600 Metern verschüttet wurde. Trotz der Bemühungen der Rettungskräfte sei er noch am Unglücksort gestorben.
Schon am 17. Februar waren im Kanton Graubünden ein 49-jähriger Deutscher und sein 15-jähriger Sohn unter einer Lawine begraben worden.
Nach starken Schneefällen ist die Lawinengefahr in weiten Teilen der Alpen derzeit hoch, im Kanton Wallis gilt die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. In den vergangenen Wochen meldeten auch die Behörden in Österreich und Frankreich immer wieder tödliche Lawinenabgänge. Allein in Österreich kamen seit Freitag sieben Wintersportler unter Schneemassen ums Leben.
In Norditalien starben zwei Menschen. Im Ski- und Wandergebiet Meran 2000 in Südtirol hatte sich eine Lawine gelöst und einen Mann erfasst, der von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden konnte. Der italienischen Bergwacht zufolge war ein Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz.
Eine weitere Lawine löste sich im Aostatal an der Grenze zur Schweiz. Einsatzkräfte der Bergwacht bargen in einer Höhe von 3000 Metern in der Nähe des Val d’Ayas den leblosen Körper eines verschütteten Skitourengehers. Angehörige schlugen wegen der ausbleibenden Rückkehr Alarm, hieß es von der Bergwacht. Die Nationalitäten der Toten waren zunächst nicht bekannt.
