SpOn 16.02.2026
12:18 Uhr

Schweiz: Zug im Kanton Wallis entgleist – mehrere Verletzte


In der Schweiz hat sich ein Zugunglück ereignet. Die Ursache ist noch unklar, eine Lawine könnte aber eine Rolle gespielt haben.

Schweiz: Zug im Kanton Wallis entgleist – mehrere Verletzte

Im Schweizer Kanton Wallis ist ein Zug entgleist. Bei dem Vorfall im Gebiet von Goppenstein seien einige Personen verletzt worden, teilt ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa mit. Bei dem mittlerweile abgeschlossenen Einsatz wurden demnach insgesamt 30 Personen aus dem Zug gebracht.

An der Unfallstelle habe sich viel Schnee befunden, berichtete der Polizeisprecher. Er konnte nicht bestätigen, ob die Schneemassen von einer Lawine stammten. Der Unfallhergang werde noch untersucht, sagte er.

Warnungen vor großer Lawinengefahr

Nach Angaben des Bahnunternehmens BLS, welches die betroffene Verbindung betreibt, war die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen. Die Sprecherin der BLS gab dazu keine weiteren Details bekannt.

An der Unfallstelle befand sich viel Schnee

An der Unfallstelle befand sich viel Schnee

Foto: Peter Schneider / EPA

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte vor großer Lawinengefahr in weiten Teilen der Schweizer Alpen. Als Grund wurden große Mengen an Neuschnee sowie der vom Wind verfrachtete Triebschnee genannt. Lawinen könnten spontan abgehen, also auch ohne menschliche Einwirkung, hieß es.

Erst am Sonntag hatte sich in den italienischen Alpen ein Lawinenunglück ereignet. Im Aostatal kamen zwei Männer ums Leben. Ein 35-Jähriger, der in kritischem Zustand mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Turin gebracht wurde, starb kurze Zeit später an den Folgen.

Mehrere Unglücke in diesem Jahr

Die Lawine hatte sich am Vormittag gegen 11 Uhr oberhalb des Ortes Courmayeur gelöst. Die Skifahrer waren abseits der präparierten Pisten in einem Seitental unterwegs gewesen. Die Gegend wird oft für Abfahrten im Tiefschnee genutzt. Nach Angaben der Bergwacht kommen alle drei Opfer aus Frankreich. Die Lawinengefahr war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht als besonders hoch eingeschätzt worden.

Mehr zum Thema

Seit Beginn des Winters hatten sich in den Alpen bereits mehrere tödliche Unglücke beim Abgang von Lawinen ereignet. Dabei kamen auch mehrere Deutsche ums Leben. Auch im slowakisch-polnischen Grenzgebirge Hohe Tatra gab es am Wochenende erneut ein tödliches Lawinenunglück, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtet.

bam/dpa