Die Bar war am Neujahrsmorgen gegen halb zwei in Flammen aufgegangen. 40 Menschen starben, 119 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Sie erlitten vor allem schwere Verbrennungen.
Die Ermittler vermuten inzwischen, dass Feuerfontänen, die zu Showzwecken auf Champagnerflaschen angebracht waren, das Feuer auslösten. Sie sollen Teile der Decke entzündet haben, an der wohl leicht entzündliches Dämmmaterial klebte.
Die Bar betreibt ein Mann aus Korsika gemeinsam mit seiner Frau. In einem Interview mit dem Schweizer Medium »20 Minuten« hatte er gesagt, er werde umfassend mit den Behörden zusammenarbeiten, um den Brand aufzuklären. »Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht«, sagte er. Zuvor hatte er einer anderen Zeitung gesagt, die Bar sei »in den letzten zehn Jahren dreimal« inspiziert worden, dabei sei »alles vorschriftsmäßig abgelaufen«.
Der Gemeindepräsident Nicolas Féraud hatte bei einer Pressekonferenz gesagt, die Kontrollen hätten »jährlich oder zweijährlich« stattgefunden. Wann und wie das Lokal zuletzt kontrolliert wurde, sagte er nicht.
- Katastrophe von Crans-Montana: Der lange Leidensweg der Opfer Aus Crans-Montana berichtet Simon Maurer
- Brandtragödie in der Schweiz: »Wir können junge Menschen, deren Haut bis zu über 80 Prozent verbrannt ist, noch behandeln« Ein Interview von Jörg Blech
- Silvestertragödie in der Schweiz: Was ist ein »Flashover« und wie beugt man Brandkatastrophen vor? Von Anastasia Trenkler
- Tödliche Katastrophe in der Schweiz: Brandopfer von Crans-Montana in Baden-Württemberg behandelt
- Brandunglück in Crans-Montana: Es ist 1.30 Uhr, als es zum Inferno kommt Von Serafin Reiber
Eine Anfrage des SPIEGEL mit Nachfragen dazu hatte Féraud ausfallend beantwortet: »Wer sind Sie, so etwas zu verlangen! Ich habe den Anstand, Sie nicht so zu behandeln, wie Sie es verdienen, und zwinge mich dazu, Sie darüber zu informieren, dass die Kantonspolizei für die Information der Presse zuständig ist«, schrieb er.
