SpOn 03.12.2025
09:41 Uhr

Schweinepest-Ausbruch gefährdet Spaniens Milliardengeschäft mit Fleisch


In Spanien wurden Wildschweine entdeckt, die sich mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest infiziert haben. Die Behörden kämpfen gegen eine Epidemie, die Fleischindustrie zittert.

Schweinepest-Ausbruch gefährdet Spaniens Milliardengeschäft mit Fleisch

In Katalonien ist erstmals seit 1994 die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Als wahrscheinliche Ursache gelten nach Behördenangaben achtlos entsorgte Essensreste von Wanderern im Wald. Final geklärt ist das aber nicht.

Laut »Süddeutscher Zeitung«  (»SZ«) wurden am Freitag in einem Wald nahe Barcelona die ersten beiden toten Wildschweine entdeckt. Das Gebiet sei in einem Umkreis von 20 Kilometern abgeriegelt worden. Mehrere Hundert Seuchenschutzkräfte suchten gemeinsam mit Armee-Einheiten nach weiteren infizierten Tieren.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Schweine jedoch fast immer tödlich. Infizierte Tiere sterben meist binnen weniger Tage. Auch auf Hausschweine kann sich die Seuche übertragen.

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Für die spanische Exportwirtschaft wäre das ein herber Schlag. Das Land ist der weltweit drittgrößte Schweinefleischproduzent. Die Branche setzt laut »SZ« knapp neun Milliarden Euro im Jahr um.

Nach den ersten Funden haben bereits rund 20 Länder ihre Importe aus ganz Spanien gestoppt. Gut zwei Dutzend weitere Staaten, darunter der größte Importeur China, beschränken die Einfuhr vorerst auf Regionen außerhalb des Großraums Barcelona.

ssu