Normalerweise kommt die schwedische Königsfamilie jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, zusammen, um die Preisträger und -trägerinnen zu ehren. Doch dieses Mal blieb Prinzessin Sofia der Veranstaltung fern. Grund dafür sind jüngste Enthüllungen über eine frühere Verbindung der 41-Jährigen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Ausgerechnet am Tag vor der prestigeträchtigen Verleihung der Nobelpreise bestätigte das schwedische Königshaus die Berichte der Zeitung »Dagens Nyheter« (DN), wonach sich Sofia Hellqvist offenbar mehrmals mit Epstein getroffen haben soll. »Prinzessin Sofia wurde der betreffenden Person um das Jahr 2005 herum bei einigen wenigen Gelegenheiten vorgestellt«, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Informationsdienstes des Hofes.
Diese »wenigen Gelegenheiten« wurden offenbar von der schwedischen Unternehmerin Barbro Ehnbom vermittelt, einer ehemals engen Vertrauten von Sofia Hellqvist. Die damals 20-Jährige war zu dem Zeitpunkt Model, Reality-TV-Teilnehmerin und Studentin und hatte noch nicht viel mit den schwedischen Royals zu tun.
Unternehmerin Barbro Ehnbom (2017)
Foto:Anders Wiklund / TT / IMAGO
Ehnbom taucht den Berichten zufolge auch in den kürzlich veröffentlichten Unterlagen zum Fall Jeffrey Epstein auf. Sie soll in engem Kontakt zu Epstein gestanden und zwischen 2001 und 2014 rund 160.000 € für eine von ihr gegründete Stiftung für junge Frauen erhalten haben.
Zwischen 2012 und 2014 soll Ehnbom zudem mehrfach in Begleitung junger Schwedinnen in die USA gereist sein und den damals bereits verurteilten Epstein besucht haben. Die heute 80-Jährige, die auch bei der Hochzeit von Sofia Hellqvist und Prinz Carl Philip 2015 zu Gast war, bestreitet die Darstellungen.
Sofias Abwesenheit wurde offiziell mit ihrer Rolle als Mutter begründet – sie wolle sich zu Hause um ihre drei Söhne und die im Februar geborene Tochter, Prinzessin Ines, kümmern. Laut Palast sei ihr Fernbleiben im Vorfeld geplant gewesen.
