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Charlotte Lüder
Newsressort

Sturmtief »Elli«: Haben Sie besondere Vorkehrungen getroffen?
Das diskutieren Leserinnen und Leser heute bei SPIEGEL-Debatte. Wie sieht es in Ihrer Region aus? Hier können Sie mitdebattieren.
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Charlotte Lüder
Newsressort

Tödlicher Verkehrsunfall in Bayern
In Niederbayern sind bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters.
Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur, es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto. Ein Fahrer und sein Beifahrer erlitten tödliche Verletzungen, der Fahrer des anderen Wagens wurde laut Polizei schwer verletzt.
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Janita Hämäläinen
Crossmedia
Autobahnen in Hessen durch festgefahrene Lkw blockiert
So sieht es in Hessen aus: Gleich drei Autobahnen sind in beiden Richtungen blockiert – die A7, die A4 und die A5. Grund sind festgefahrene und querstehende Lastwagen. Kollegen der Nachrichtenagentur Reuters waren vor Ort. Im Video ist zu sehen, dass einige Autos zunächst noch vorankamen – aber momentan herrscht Dauerstau. Wie lange noch, bleibt unklar. Nach Einschätzungen der Polizei hängt es ganz davon ab, wie lange es dauert, bis die Rettungskräfte die Lastwagen freibekommen.
Stau auf Autobahnen in Hessen. Video: Reuters
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Charlotte Lüder
Newsressort

Herrenhäuser Gärten in Hannover teils bis Sonntag geschlossen
Der Große Garten und der Berggarten in Hannover sind wegen des starken Schneefalls bis einschließlich Sonntag für Besucher und Besucherinnen geschlossen. Auch die Schauhäuser dürfen nicht betreten werden, teilte die niedersächsische Landeshauptstadt mit. Demnach ist die Gefahr durch abbrechende Äste und Bäume zu groß. Der Georgengarten sowie alle anderen zu den Herrenhäuser Gärten gehörenden Flächen dürfen auf eigene Gefahr betreten werden.
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Charlotte Lüder
Newsressort

Auch in Baden-Württemberg drohen Zugausfälle
Obwohl in Baden-Württemberg aktuell eher Tauwetter herrscht, müssen sich Bahnreisende auch dort auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Die Deutsche Bahn kündigte auf ihrer Internetseite an, dass voraussichtlich bis Samstag mit witterungsbedingten Einschränkungen zu rechnen sei.
ICE am Stuttgarter Hauptbahnhof. Foto: IMAGO / Arnulf Hettrich
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Charlotte Lüder
Newsressort

Unis gehen unterschiedlich mit Sturm um
An der Universität Hannover können Vorlesungen trotz des Winterwetters auch in Präsenz stattfinden. Es gebe keine Regelung für die gesamte Hochschule, die etwa Distanzlehre vorschreibe, sagte eine Sprecherin. Ob Vorlesungen im Hörsaal oder digital stattfinden, liege in der Verantwortung der Dozentinnen und Dozenten. »Beispielsweise aus der juristischen Fakultät ist uns bekannt, dass die meisten Vorlesungen online stattfinden werden«, sagte die Sprecherin. Andere Universitäten in Niedersachsen äußerten sich ähnlich.
Die Universität Hamburg hingegen hat heute von Präsenzveranstaltungen abgeraten. »Wenn es möglich ist, werden Lehrende gebeten, ihre Lehrveranstaltungen digital durchzuführen«, heißt es in einem Schreiben der Hochschulleitung. Falls Studierende witterungsbedingt nicht an Seminaren oder Vorlesungen teilnehmen können, solle sich dies nicht negativ auf ihren Semesterverlauf auswirken, hieß es weiter. Die Beschäftigten der Universität sollen in Abstimmung mit den verantwortlichen Führungskräften im Homeoffice arbeiten. Geplante Präsenztermine sollten am Freitag nach Möglichkeit digital abgehalten werden.
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Charlotte Lüder
Newsressort

Friedhöfe in Hannover und Lüneburg geschlossen
Weil unter der starken Schneelast Äste von Bäumen abbrechen können, bleiben Friedhöfe in Hannover und Lüneburg vorerst geschlossen. »Sobald sich die Wetterlage entspannt und ein sicherer Besuch wieder möglich ist, werden die Friedhöfe wieder für die Öffentlichkeit geöffnet«, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Das sollte voraussichtlich am Montag so weit sein, hieß es.
Auch in Lüneburg sind Friedhöfe von heute an gesperrt. Bereits für heute und Montag geplante Beisetzungen sollten unter größtmöglicher Vorsicht geschehen. »Auf Wunsch der Angehörigen können die Termine verschoben werden«, teilte die Stadtverwaltung mit.
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Kim Staudt
Newsressort
Was passiert, wenn Streusalz verunreinigt oder zu nass ist
Ein gelb-blauer Lkw fährt vor auf dem Hof der Straßenmeisterei Sarstedt: die neue Streusalz-Lieferung. Meine Kollegin Henrike Hartmann ist vor Ort und begleitet das Team beim Winterdienst im Raum Hannover/Hildesheim. Straßenwärter Manfred Heidrich lotst den Lieferanten zur Lagerhalle, nimmt den Lieferschein entgegen. Rückwärts schleicht der Lkw in die Halle, dann wird der Ladebehälter immer steiler gekippt. Hinten geht die große Klappe auf, das Streusalz schießt heraus und türmt sich auf zu einem Berg.
Eine neue Lieferung Streusalz aus Nienburg. Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
Heidrich macht Qualitätskontrolle: »Man muss gucken, dass das Salz nicht verunreinigt ist oder zu nass.« Erst vor Kurzem sei eine Ladung gekommen, die verschmutzt war. »Das können wir nicht in die Streuer packen, das wird hart innen drin. Im Streuer ist eine Förderschnecke, wenn ich draufdrücke, geht die an und schüttet das Salz in den Streuteller. Und wenn das hart wird, dreht sich das in der Schnecke, immer rund, irgendwann verstopft das, dann ist das hart wie Beton, dann stehste da und musst die Klumpen kleinkloppen.« Als der Lkw den Hof verlassen will, bleibt er im Schnee stecken. Ein Mitarbeiter wird geschickt, es muss geräumt werden.
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Charlotte Lüder
Newsressort

Räumfahrzeuge von der Straße gedrängt
In Wilhelmshaven haben Autofahrer Räumfahrzeuge abgedrängt, wie die Stadt nun mitgeteilt hat. Ein Fahrzeug des Winterdienstes wurde demnach am Donnerstagabend überholt und von der Fahrbahn gedrängt. Das Fahrzeug wurde zwei Stunden lang geborgen, kann aber weiter für den Winterdienst genutzt werden. Der Fahrer blieb unverletzt. Erst zwei Tage zuvor habe es einen ähnlichen Vorfall gegeben, als ein Reisebus ein Streufahrzeug waghalsig überholt hatte.
Falls Sie sich unsicher sind, wie man sich richtig verhält, wenn Räumfahrzeuge auf der Straße sind, hier ein kleiner Reminder:
Räumfahrzeuge haben laut ADAC nicht automatisch immer Vorfahrt, aber Sonderrechte. Der Klub verweist auf Paragraf 35 der Straßenverkehrsordnung (StVO). So dürfen sie zu jeder Zeit auf allen Straßen und Straßenteilen fahren und halten, soweit der Einsatz das erfordere.
Zu den Fahrzeugen hält man am besten ausreichend Abstand, auch um nicht von Streugut getroffen zu werden. In der Regel fahren Räumfahrzeuge mit etwa 20 bis 25 Kilometer pro Stunde, Streufahrzeuge mit 40 bis 55 Kilometer pro Stunde. Darf man diese Fahrzeuge eigentlich überholen? Kurze Antwort: Ja, aber sonderlich sinnvoll ist das nicht.
Falls Sie sich unsicher sind, wie man sich richtig verhält, wenn Räumfahrzeuge auf der Straße sind, hier ein kleiner Reminder:
Räumfahrzeuge haben laut ADAC nicht automatisch immer Vorfahrt, aber Sonderrechte. Der Klub verweist auf Paragraf 35 der Straßenverkehrsordnung (StVO). So dürfen sie zu jeder Zeit auf allen Straßen und Straßenteilen fahren und halten, soweit der Einsatz das erfordere.
Zu den Fahrzeugen hält man am besten ausreichend Abstand, auch um nicht von Streugut getroffen zu werden. In der Regel fahren Räumfahrzeuge mit etwa 20 bis 25 Kilometer pro Stunde, Streufahrzeuge mit 40 bis 55 Kilometer pro Stunde. Darf man diese Fahrzeuge eigentlich überholen? Kurze Antwort: Ja, aber sonderlich sinnvoll ist das nicht.
Der Winterdienst im Einsatz. Foto: Michael Reichel / dpa
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Miriam Khan
Newsressort
»Elli« ist kein Jahrhundertevent
Die teilweise befürchteten Wetterextreme sind vielerorts ausgeblieben. DWD-Meteorologe David Menzel ordnet die Lage am Morgen so ein: »Ich würde es nicht als ein Jahrhundertevent einordnen. Das ist es auf gar keinen Fall«, sagte er. »Es ist ein winterlicher Sturm und – wenn man das große Ganze betrachtet – nichts sonderlich Außergewöhnliches.« Dennoch: Für weite Teile Deutschlands, vor allem für den Norden und die Mittelgebirge, gelten weiter Unwetterwarnungen des Wetterdienstes.
Faktisch sei mit »von Südwesten aufkommenden, teils kräftigen Schneefällen« zu rechnen, die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann. Von der Nordsee bis in den Osten können verbreitet um die 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen, in den Mittelgebirgen sogar 20 Zentimeter. Und: »Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von drei bis sechs Stunden – gebietsweise Unwetter!« so der DWD.
Im Süden und Westen Deutschlands dürfte der Schnee – bei ebenfalls stürmischem Wind – in Regen übergehen. Dann wird es sehr glatt.
Faktisch sei mit »von Südwesten aufkommenden, teils kräftigen Schneefällen« zu rechnen, die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann. Von der Nordsee bis in den Osten können verbreitet um die 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen, in den Mittelgebirgen sogar 20 Zentimeter. Und: »Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von drei bis sechs Stunden – gebietsweise Unwetter!« so der DWD.
Im Süden und Westen Deutschlands dürfte der Schnee – bei ebenfalls stürmischem Wind – in Regen übergehen. Dann wird es sehr glatt.
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Miriam Khan
Newsressort
Straßen in NRW so ruhig wie sonst fast nie
Sturmtief »Elli« hat den Berufsverkehr in Nordrhein-Westfalen am Freitagmorgen weitgehend verschont. Lediglich auf einigen Bahnlinien an der Grenze zu Niedersachsen kam es zu Problemen.
Auf den Straßen war es derweil so ruhig wie selten, weil viele Autofahrer wegen der Glättewarnungen offensichtlich zu Hause geblieben waren. Laut WDR-Verkehrsstudio gab es auf den Autobahnen in NRW mitten im Berufsverkehr keinen einzigen Kilometer Stau – das gibt es sonst eigentlich nie an einem Werktag.
Auf den Straßen war es derweil so ruhig wie selten, weil viele Autofahrer wegen der Glättewarnungen offensichtlich zu Hause geblieben waren. Laut WDR-Verkehrsstudio gab es auf den Autobahnen in NRW mitten im Berufsverkehr keinen einzigen Kilometer Stau – das gibt es sonst eigentlich nie an einem Werktag.
Foto: Rene Traut / IMAGO
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Alina Schadwinkel
Wissenschaftsressort

Was Winterstürme in Deutschland an Kosten verursachen
Dächer fliegen weg, Züge bleiben stehen, Bäume stürzen um. Welche Schäden das aktuelle Sturmtief verursachen wird, ist noch unklar. Doch Stürme der Vergangenheit zeigen: Die Kosten können in die Milliarden gehen.
Entwurzelter Baum in Frankfurt 2007. Foto: Michael Probst / AP
Zu den zehn verheerendsten Naturkatastrophen in Deutschland seit 2002 hinsichtlich der versicherten Schäden zählt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vier Winterstürme:
»Kyrill«: Das Orkantief zog Mitte Januar 2007 eine Schneise der Verwüstung durch Europa. Mindestens 47 Menschen starben – davon 11 in Deutschland. Die Schäden hierzulande lagen bei geschätzt 5,05 Milliarden Euro.
»Jeanett«: Im Oktober 2002 stürzten Bäume und Strommasten um, Dächer wurden abgedeckt, der Verkehr brach zusammen. Die Schäden beliefen sich auf rund 2 Milliarden Euro.
»Ylenia«, »Zeynep« und »Antonia«: Ein schwerer Dreifachsturm wie Mitte Februar 2022 tritt äußerst selten auf. Wegen »Zeynep« und »Ylenia« starben mindestens sechs Menschen bei Unfällen in Deutschland. »Antonia« verursachte in Teilen des Landes Chaos im Verkehr. Die Versicherer beziffern die Schäden insgesamt auf mindestens 1,8 Milliarden Euro.
»Friederike«: Der legte 2018 den Fernverkehr der Bahn lahm, Flüge wurden gestrichen und Schulen blieben geschlossen. Acht Menschen starben, der Schaden lag bei rund 1,75 Milliarden Euro.
»Kyrill«: Das Orkantief zog Mitte Januar 2007 eine Schneise der Verwüstung durch Europa. Mindestens 47 Menschen starben – davon 11 in Deutschland. Die Schäden hierzulande lagen bei geschätzt 5,05 Milliarden Euro.
»Jeanett«: Im Oktober 2002 stürzten Bäume und Strommasten um, Dächer wurden abgedeckt, der Verkehr brach zusammen. Die Schäden beliefen sich auf rund 2 Milliarden Euro.
»Ylenia«, »Zeynep« und »Antonia«: Ein schwerer Dreifachsturm wie Mitte Februar 2022 tritt äußerst selten auf. Wegen »Zeynep« und »Ylenia« starben mindestens sechs Menschen bei Unfällen in Deutschland. »Antonia« verursachte in Teilen des Landes Chaos im Verkehr. Die Versicherer beziffern die Schäden insgesamt auf mindestens 1,8 Milliarden Euro.
»Friederike«: Der legte 2018 den Fernverkehr der Bahn lahm, Flüge wurden gestrichen und Schulen blieben geschlossen. Acht Menschen starben, der Schaden lag bei rund 1,75 Milliarden Euro.
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Janita Hämäläinen
Crossmedia
Glättebildung: Frankfurter Flughafen stellt Betrieb der Sky-Line-Bahn ein
Der Betrieb im Frankfurter Flughafen läuft recht stabil, das teilt eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport mit. Passagiere müssen aber dennoch aufpassen: Da der Betrieb der Sky-Line-Bahn »aufgrund von Glättebildung« eingestellt wurde, verkehrt zwischen den Terminals ein Busersatzverkehr. Die Konsequenz: Passagiere sollen heute und am Samstag drei Stunden vor Abflug im Terminal sein – und vor der Anreise den Flugstatus überprüfen.
Für den heutigen Freitag werden am größten deutschen Flughafen übrigens rund 1100 Starts und Landungen mit insgesamt 146.000 Fluggästen erwartet. Hier einige Impressionen im Video:
Für den heutigen Freitag werden am größten deutschen Flughafen übrigens rund 1100 Starts und Landungen mit insgesamt 146.000 Fluggästen erwartet. Hier einige Impressionen im Video:
Flughafen Frankfurt. dpa
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Kim Staudt
Newsressort
380.000 Haushalte in Frankreich nach Sturm ohne Strom
Auch in Frankreich sorgt ein Sturmtief für Zerstörung. Nachdem »Goretti« in Frankreich in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes gezogen ist, sind rund 380.000 Haushalte ohne Strom. Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach vorläufiger Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten. In der Bretagne brachen in der Nacht 10 bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein.
In Nordfrankreich sollten am Freitag bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. In der Normandie und der Bretagne sollte der Bahnverkehr am Nachmittag wieder anlaufen. Behinderungen gab es auch im Großraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen.
In den Departements Manche und Seine-Maritime bleiben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm wieder abgeflaut.
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Kim Staudt
Newsressort
Winterdienst im Raum Hannover/Hildesheim: »Es ist erschreckend ruhig«
Meine Kollegin Henrike Hartmann begleitet das Team der Straßenmeisterei Sarstedt. Straßenwärtermeister Carsten Bartholomy hat aus seinem Büro die Wetterlage im Blick, über Funk hält er Kontakt zu seinen Kollegen auf den Schneepflügen. »Das merkste auf den Straßen, dass die Medien gewarnt haben, es ist erschreckend ruhig.« Normalerweise klingle demnach ständig das Telefon und die Leute beschweren sich, dass auf einer bestimmten Straße nicht anständig geräumt ist. Aber jetzt: kaum Anrufe. »Oder es ist die Ruhe vor dem Sturm«, sagt Bartholomy.
Von 00:30 bis 12:00 Uhr koordiniert Carsten Bartholomy heute den Winterdienst. Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
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Miriam Khan
Newsressort
Websites von Verkehrsbetrieben mit Problemen
»Elli« zwingt auch das Netz in die Knie: Weil derzeit viele Bus- und Bahnreisende Auskunft über möglicherweise ausfallende Verbindungen prüfen, sind etwa in Niedersachsen viele Websites von Verkehrsbetrieben derzeit komplett überlastet oder sogar schon zusammengebrochen.
Probleme gab es etwa bei der Fahrplanauskunft der Üstra, die für Busse und Stadtbahnen in und um Hannover verantwortlich ist. Auch bei der BSAG in Bremen oder auch dem Flughafen Hannover kam es zeitweise zu Problemen. Die Verkehrsbetriebe verwiesen für aktuelle Informationen daher auch auf ihre Konten in den sozialen Medien, etwa bei Instagram und WhatsApp.
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Alina Schadwinkel
Wissenschaftsressort

Gute Sturmbedingungen
Sturm- und Orkantiefs wie »Elli« kommen bei uns oft im Winter vor. Dann nämlich treffen kalte Luft aus dem Norden und warme Luft aus dem Süden aufeinander.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist gerade im Winter der Jetstream stärker ausgeprägt. In diesem Starkwindband hoch oben in der Atmosphäre sind im Winterhalbjahr demnach Windgeschwindigkeiten mit bis zu 500 Kilometern pro Stunde möglich.
Im Winter richten Stürme meist weniger Baumschäden an als im Sommer, weil Bodenfrost die Wurzeln festhält. Im Sommer bieten Blätter mehr Angriffsfläche, wodurch Bäume leichter umstürzen können. Trotzdem kommt es immer wieder zu schweren Unfällen durch umstürzende Bäume.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist gerade im Winter der Jetstream stärker ausgeprägt. In diesem Starkwindband hoch oben in der Atmosphäre sind im Winterhalbjahr demnach Windgeschwindigkeiten mit bis zu 500 Kilometern pro Stunde möglich.
Im Winter richten Stürme meist weniger Baumschäden an als im Sommer, weil Bodenfrost die Wurzeln festhält. Im Sommer bieten Blätter mehr Angriffsfläche, wodurch Bäume leichter umstürzen können. Trotzdem kommt es immer wieder zu schweren Unfällen durch umstürzende Bäume.
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Miriam Khan
Newsressort
Deutsche Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein
Aufgrund des Schneesturms hat die Deutsche Bahn nun entschieden, den Fernverkehr in ganz Norddeutschland einzustellen. Grund sei vor allem das Wetter im Großraum Hannover. Weil der Schienenverkehr dort »bis mindestens heute Mittag« unterbrochen werden müsse, sei eines der bundesweit wichtigsten Drehkreuze betroffen »und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich«, hieß es.
Betroffen seien nach Unternehmensangaben folgende Strecken:
Betroffen seien nach Unternehmensangaben folgende Strecken:
- Kopenhagen <> Hamburg
- Westerland/Kiel <> Hamburg
- Binz/Stralsund/Rostock <> Berlin
- Norddeich/Emden <> Hannover / Ruhrgebiet
- Hamburg <> Berlin
- Hannover <> Berlin
- Hannover <> Frankfurt / Würzburg
- Hannover <> Ruhrgebiet
- Berlin <> Kassel-Wilhelmshöhe
Darüber hinaus komme es zu weiteren einzelnen Zugausfällen, hieß es.
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Miriam Khan
Newsressort
A70 nach Schneeunfall gesperrt
Auf der Autobahn 70 bei Gochsheim (Kreis Schweinfurt) in Bayern ist ein Lastwagen aufgrund der schneeglatten Fahrbahn in die Mittelleitplanke gerutscht. Der Fahrer soll seine Geschwindigkeit zuvor nicht angepasst haben, wie die Polizei mitteilte. Der Sattelzug sei nach dem Aufprall quer über zwei Fahrstreifen stehen geblieben. Der 59-jährige Fahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Strecke war bis zum frühen Morgen von Bamberg kommend in Richtung Schweinfurt für mehrere Stunden voll gesperrt.
Einsatzkräfte arbeiten an der Unfallstelle auf der Autobahn 70. Foto: Ferdinand Merzbach / NEWS5 / dpa
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Kim Staudt
Newsressort
»Wenn es die ganze Zeit durchschneit, ist es, wie gegen Windmühlen zu arbeiten«
Gegen 8.20 Uhr macht der Winterdienst für den Raum Hannover/Hildesheim einen Zwischenstopp in der Meisterei. Inzwischen ist es hell – und es fällt weniger Schnee. »Jede Phase, wo es aufhört zu schneien, ist für uns die Zeit, in der wir es schaffen, die Straßen mal ein bisschen freier zu kriegen«, sagt Sven Kubitzke, Teamleiter Straßenkontrolle bei der Straßenmeisterei Sarstedt meiner Kollegin Henrike Hartmann. »Wenn es die ganze Zeit durchschneit, ist es, wie gegen Windmühlen zu arbeiten.« In der Lagerhalle ist eine neue Lieferung Streusalz angekommen, ein ganzer Lkw voll. Den hat Straßenwärtermeister Carsten Bartholomy beim Deutschen Straßendienst bestellt. Dieser verteilt das Salz im ganzen Bundesland.
BU: Kreisstraßenmeister Sven Kubitzke auf dem Hof der Straßenmeisterei Sarstedt. Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
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Janita Hämäläinen
Crossmedia
Schlittenfahren im Neuschnee
Jetzt rodeln gehen! Das ist ganz klar die beste Art und Weise, mit dem Sturmtief »Elli« umzugehen. Wer noch einen Schlitten im Keller hat, raus damit. Den meisten Schnee erwartet man allerdings im Mittelgebirge. Auf den Seiten der Berge, die dem Wind zugewandt sind, können laut dem Deutschen Wetterdienst 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Wer nicht ins Mittelgebirge hinfahren kann, weil keine Bahn fährt, kann bestimmt irgendeinen Hügel in der Nähe finden.
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Miriam Khan
Newsressort
Flugverkehr im Norden unterschiedlich betroffen
Auf den Flugverkehr in Hannover und Bremen hat das Winterwetter bisher kaum Auswirkungen: In Hannover waren am Morgen zwei Flüge gestrichen worden, wie aus dem Flugplan hervorging. Am Bremer Flughafen war am Morgen ebenfalls ein Flug ausgefallen.
Am Hamburg Airport wurden bis 10 Uhr ein gutes Dutzend Starts und Landungen abgesagt.
Am Hamburg Airport wurden bis 10 Uhr ein gutes Dutzend Starts und Landungen abgesagt.
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Miriam Khan
Newsressort
Zwei Tote in Bayern
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters. Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur, es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto. Die Fahrer erlitten tödliche Verletzungen.
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Miriam Khan
Newsressort
Bahn erwartet am Wochenende Entspannung
»Elli« verursacht auch im Zugverkehr Probleme. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass das mindestens bis Samstag so bleiben wird. »Wir wollen natürlich auch nicht in unsicheren Situationen Züge auf die Strecke schicken, die dann vielleicht das Ziel nicht erreichen oder nicht wieder zurückfahren können«, sagte Bahnsprecher Achim Stauß im »ZDF-Morgenmagazin«. Sicherheit habe für die Bahn weiterhin oberste Priorität.
Es komme vor allem auf Strecken in Richtung Norden weiter zu Einschränkungen, unter anderem an die Nordsee sowie nach Kiel, Rostock und Rügen, so Stauß. Als Vorsichtsmaßnahme habe die Bahn dort bereits rund die Hälfte der Züge aus dem Verkehr genommen, um nach Abklingen der Wetterlage schneller wieder einen stabilen Betrieb aufnehmen zu können. Fahrgäste würden darüber rechtzeitig über die Auskunftssysteme informiert.
Probleme in den Zügen selbst, zum Beispiel bei Heizung, Toiletten oder Bordgastronomie, erwartet die Bahn nach eigenen Angaben eher weniger. Die Fahrzeuge würden vorgeheizt, auch Werkstätten seien entsprechend vorbereitet, sagte Stauß. Schwierig könne es erst dann werden, wenn es durch Eisbildung an Oberleitungen zu Stromausfällen komme. Sicherheit habe in solchen Fällen Vorrang, weshalb Züge teils vorsorglich gar nicht erst auf die Strecke geschickt würden.
Es komme vor allem auf Strecken in Richtung Norden weiter zu Einschränkungen, unter anderem an die Nordsee sowie nach Kiel, Rostock und Rügen, so Stauß. Als Vorsichtsmaßnahme habe die Bahn dort bereits rund die Hälfte der Züge aus dem Verkehr genommen, um nach Abklingen der Wetterlage schneller wieder einen stabilen Betrieb aufnehmen zu können. Fahrgäste würden darüber rechtzeitig über die Auskunftssysteme informiert.
Probleme in den Zügen selbst, zum Beispiel bei Heizung, Toiletten oder Bordgastronomie, erwartet die Bahn nach eigenen Angaben eher weniger. Die Fahrzeuge würden vorgeheizt, auch Werkstätten seien entsprechend vorbereitet, sagte Stauß. Schwierig könne es erst dann werden, wenn es durch Eisbildung an Oberleitungen zu Stromausfällen komme. Sicherheit habe in solchen Fällen Vorrang, weshalb Züge teils vorsorglich gar nicht erst auf die Strecke geschickt würden.
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Kim Staudt
Newsressort
Leseempfehlung: Darf ich jetzt einfach zu Hause bleiben?
Die Straßen sind vereist, die Bahnen unzuverlässig: Aber was droht Beschäftigten, wenn sie zu spät kommen – und müssen sie bei dem Wetter überhaupt ins Büro? Hier lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.
Foto: Julian Stratenschulte / dpa
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Kim Staudt
Newsressort
S-Bahn Hannover stellt Betrieb ein
Wegen des Winterwetters hat die S-Bahn Hannover den Betrieb eingestellt. »Es verkehren nur noch Züge, um einen geeigneten Bahnhof zu erreichen«, teilte der Betreiber Transdev mit. Auch Ersatzbusse können demnach nicht mehr fahren.
Das Eisenbahn-Unternehmen Erixx wies ebenfalls auf ausfallende und verspätete Züge hin. Langsam aber stetig verschlechtere sich die Situation auf den Strecken, hieß es. Ab Mittag sei vermutlich kein Betrieb mehr möglich. Die Erixx-Züge verkehren zwischen Hannover, dem Harz, Braunschweig und der Lüneburger Heide.
Es gebe erste Probleme durch eingefrorene Weichen und Schneeverwehungen – und es sei mit weiteren Ausfällen zu rechnen. Bahnreisende sollten, wenn möglich, auf Fahrten verzichten, sich jedoch mindestens über die aktuellen Abfahrten informieren.
Hbf Hannover am Freitagmorgen. Foto: Moritz Frankenberg / dpa
Busausfälle im Umland
Busse und Stadtbahnen des Verkehrsunternehmens Üstra sind in Hannover am Vormittag trotz heftigen Schneefalls gefahren. Es komme allerdings zu Verspätungen, etwa auf der Linie 1, sagte ein Sprecher. Demnach gab es zunächst keine gravierenden Ausfälle.
Im niedersächsischen Umland wurde der Busverkehr dagegen mancherorts komplett eingestellt – etwa in den Kommunen Barsinghausen und Springe.
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Kim Staudt
Newsressort
Schneepflug-Kolonne im Einsatz zwischen Hannover und Salzgitter
Timon Albrecht hält an, um die Scheibenwischer zu enteisen. Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
Meine Kollegin Henrike Hartmann fährt mit dem Winterdienst für den Raum Hannover / Hildesheim mit. Das Team der Straßenmeisterei Sarstedt muss im Raum zwischen Hannover und Salzgitter 420 Kilometer Straße räumen und streuen. Sie berichtet: Das Handy von Straßenwärterin Jasmin Gerbichs Handy klingelt, ihr Kollege Timon Albrecht ist am Apparat. »Wir müssen anhalten, meine Scheibenwischer vereisen. Ich mach den Heckblitzer an«, sagt er. Die Autos hintendran müssen gewarnt werden, wenn die Schneepflug-Kolonne anhält. Gerbich und Albrecht steigen aus den Fahrzeugen aus, gehen zu ihren Frontscheiben und rütteln an den Scheibenwischern, bis sich Eisbrocken lösen. Dann geht's weiter auf der B3, denn der Schnee wartet nicht.
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Hämäläinen, Janita
Crossmedia
Schneeräumdienst am Hauptbahnhof Hannover: »Wir versuchen unsere Aufgaben möglichst gut zu machen«
Unsere Kollegen der Deutschen Presse-Agentur waren am frühen Morgen am Hauptbahnhof in Hannover. Dort waren die Schneeräumdienste unermüdlich im Einsatz. Abdullah Efe von OPS-Dienstleistungen zeigte sich zuversichtlich. Er sagt: »Wir sind gerade mit elf Teams an 30, 31 Bahnhöfen unterwegs. Und ja, so wie Sie es sehen, wir versuchen wirklich, unsere Aufgaben möglichst gut zu machen.«
Wer mit der Bahn fährt, muss sich auf einen ausgedünnten Takt, eine verringerte Wagenanzahl und ein eingeschränktes Platzangebot einstellen. Das hat die Deutsche Bahn bereits angekündigt und bittet alle Fahrgäste, sich digital zu informieren, über die App oder im Internet.
Hauptbahnhof Hannover. dpa
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Kim Staudt
Newsressort
22-jährige Straßenwärterin berichtet über härteste Morgenstunden bisher
Jasmin Gerbich, 22 Jahre alt, hat im vergangenen Jahr ihre Ausbildung als Straßenwärterin abgeschlossen. Für sie ist es der erste Winter im Dienst, und diese Morgenstunden sind die härtesten, die sie bisher erlebt hat, berichtet sie meiner Kollegin Henrike Hartmann, die heute den Winterdienst im Raum Hannover/Hildesheim begleitet.
22-jährige Jasmin Gerbich . Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
Vor ein paar Stunden war der Schnee noch fein, jetzt sind die Flocken dicker. Zusammen mit ihrem Kollegen Timon Albrecht räumt Gerbich heute die B3, eine der Hauptverkehrsschlagadern vor Hannover, um diese Uhrzeit ist viel Berufsverkehr. In einer Zweierkolonne steuern Gerbich und Albrecht ihre Pflüge über die B3, Tempo 20 Kilometer pro Stunde. Immer hin und her, denn gegen den Schnee kommt man sonst kaum an. »Ich schiebe den Schnee rechts rüber, sodass mein Kollege den ganz an die Seite schieben kann.« Wichtig: immer auf den Verkehr zu achten, denn überall könnten bei diesem Wetter potenzielle Gefahren lauern: Autos, die überholen, Äste, die abbrechen.
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Kim Staudt
Newsressort
Leseempfehlung: Wie (außer)gewöhnlich ist dieser Winter?
Bei all dem Schnee und Eis fühlt sich dieser Winter in manchen Regionen Deutschlands besonders an. Ist es wirklich kälter und verschneiter als üblich? Antworten auf diese und weitere Fragen lesen Sie hier.
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Kim Staudt
Newsressort
Winterdienst im Raum Hannover/Hildesheim: »Wir können nicht überall gleichzeitig sein«
Meine Kollegin Henrike Hartmann begleitet heute die Straßenmeisterei Sarstedt. Das Team betreut sieben Streu- und Räumbezirke. Im Raum zwischen Hannover und Salzgitter müssen 420 Kilometer Straße geräumt und gestreut werden.
BU: Manfred Heidrich, genannt Manne. Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
Manfred Heidrich, genannt Manne, ist heute auf der B6 unterwegs, seit 2 Uhr. Es sei wichtig, vor den Autos da zu sein. Aufgestanden ist er um 23 Uhr. Heidrich macht den Job seit 1994, 31 Winter hat er schon mitgemacht. »Das ist massiv, das haben wir die letzten Jahre nicht gehabt.« Dankbarkeit dafür, dass Menschen wie er die Straßen frei halten, spüre er nicht. Die Leute wüssten gar nicht, wie groß der Bezirk ist, den er und sein Team räumen müssen. »Wir können nicht überall gleichzeitig sein.«
Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version des Beitrags war fälschlicherweise von einem Radius von 480 Kilometern die Rede, gemeint ist, dass im Raum zwischen Hannover und Salzgitter 420 Kilometer Straße geräumt und gestreut werden müssen.
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Janita Hämäläinen
Crossmedia
Spree ist teilweise zugefroren
Zwischen SPIEGEL-Hauptstadtbüro und Kanzleramt: Die Spree ist teilweise zugefroren – aber immerhin bewegt sich der Verkehr noch, wenn auch im Schritttempo. Für Berlin gab es ja, wie im Blog zu lesen, eine Entwarnung: Der angekündigte starke Schneefall bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes aus. Am Nachmittag soll es trotzdem noch einmal losgehen – wir bleiben gespannt.
Teilweise zugefrorene Spree. Anadolu
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Kim Staudt
Newsressort
»Keine Gefahr für Leib und Leben«: Schlimmste Befürchtungen von Meteorologen treten nicht ein
Entwarnung für Berlin und Brandenburg: Der angekündigte Schneefall bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Brandenburgs und Berlin nun aus. Es werde in der Nordhälfte Brandenburgs und in Berlin deutlich weniger Schnee herunterkommen als vorhergesagt, sagte ein DWD-Sprecher. Die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall sei für Berlin und Brandenburg aufgehoben.
»Wir sehen keine Gefahr für Leib und Leben«, betonte der Sprecher. Am Nachmittag soll es dennoch leicht schneien, jedoch nicht in der zunächst vorhergesagten Intensität. Von den schlimmsten Befürchtungen bleibt Berlin und die Nordhälfte Brandenburgs verschont. Kalt werde es aber weiterhin. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei Minus 20 Grad liegen. Der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen.
Weniger Neuschnee als angenommen
In und um Hamburg sowie in großen Teilen Schleswig-Holsteins und im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns nimmt das Sturmtief langsam Fahrt auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis zum Mittag allerdings etwa fünf Zentimeter weniger Neuschnee als zunächst angenommen.
Weniger Neuschnee als angenommen
In und um Hamburg sowie in großen Teilen Schleswig-Holsteins und im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns nimmt das Sturmtief langsam Fahrt auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis zum Mittag allerdings etwa fünf Zentimeter weniger Neuschnee als zunächst angenommen.
»Für Hamburg und Schleswig-Holstein sehen wir derzeit fünf bis zehn Zentimeter bis heute Nachmittag«, sagte DWD-Meteorologe David Menzel der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der meiste Schnee werde dabei am Vormittag fallen. »Er hält danach noch weiter an, wird aber nicht mehr ganz stark ausfallen. Gegen Mittag wird es mit dem Schneefall schon wieder runtergehen.«
Regionalbahn am Freitagmorgen in Berlin . Foto: Christophe Gateau / dpa
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Kim Staudt
Newsressort
Leseempfehlung: Was tun bei einem Schneesturm?
Schnee, Glatteis, Sturm: Mit dem Tief »Elli« brechen extreme Wetterlagen über Deutschland herein. Manche sprechen von einem Wetterkrimi, andere beschwören Lebensgefahr. Der Katastrophenschutz warnt vor Panikmache. Wie groß die Gefahr wirklich ist, lesen Sie hier.
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Kim Staudt
Newsressort
Tonnenweise Streusalz für Winterdienst
Auf dem Hof der Straßenmeisterei Sarstedt lagern tonnenweise Streusalz, haushoch aufgetürmt in einer Halle. Ein Mitarbeiter befördert das Salz mit einem kleinen Bagger zu einer Pumpe, und von dort wird es hochgepumpt in ein riesiges Silo, das auf Stelzen steht. »Darunter beladen wir die Fahrzeuge, und das Besondere ist, wir haben nicht das trockene Salz, sondern ein Gemisch aus 70 Prozent Salz und 30 Prozent Sole«, und feuchtes Salz hafte besser auf der Straße, sagt Ismael Boneshta, seit 2019 im Betrieb.
BU: Mitarbeiter Florian Henke muss konstant Salz mit dem Bagger nachschaufeln. Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
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Kim Staudt
Newsressort
Hier gelten amtliche Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
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Kim Staudt
Newsressort
Winterdienst im Raum Hannover und Hildesheim im Einsatz
Meine Kollegin Henrike Hartmann begleitet heute gemeinsam mit Fotograf Aaron Leithäuser den Winterdienst im Raum Hannover und Hildesheim. Sie schreibt:
Den Winterdienst im Raum Hannover und Hildesheim übernimmt die Straßenmeisterei Sarstedt. 24 Stunden am Tag ist das Team bei einer Wetterlage wie dieser unterwegs. Carsten Bartholomy, seit 00:30 im Dienst, koordiniert die Flotte aus seinem Büro, checkt auf Handy und Bildschirm minutiös die Wetterlage. Alle 13 Fahrzeuge sind an diesem Freitag im Einsatz, fünf davon sind Schneepflüge. Bartholomy macht den Job seit 2006, hat also schon einige Winter mitgemacht: »Die ganze Nacht war es ruhig, jetzt haben wir den Niederschlag, starken Wind und natürlich Berufsverkehr. Meine Hoffnung ist, dass es irgendwann in Regen übergeht, damit wir nicht so viele Massen bewegen müssen, zwischen 10 und 14 Uhr könnte das so sein, dann wird es auch in die Plusgrade übergehen.«
Den Winterdienst im Raum Hannover und Hildesheim übernimmt die Straßenmeisterei Sarstedt. 24 Stunden am Tag ist das Team bei einer Wetterlage wie dieser unterwegs. Carsten Bartholomy, seit 00:30 im Dienst, koordiniert die Flotte aus seinem Büro, checkt auf Handy und Bildschirm minutiös die Wetterlage. Alle 13 Fahrzeuge sind an diesem Freitag im Einsatz, fünf davon sind Schneepflüge. Bartholomy macht den Job seit 2006, hat also schon einige Winter mitgemacht: »Die ganze Nacht war es ruhig, jetzt haben wir den Niederschlag, starken Wind und natürlich Berufsverkehr. Meine Hoffnung ist, dass es irgendwann in Regen übergeht, damit wir nicht so viele Massen bewegen müssen, zwischen 10 und 14 Uhr könnte das so sein, dann wird es auch in die Plusgrade übergehen.«
BU: Straßenwärtermeister Carsten Bartholomy, seit dem 01.01.1991 bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Foto: Aaron Leithäuser / DER SPIEGEL
Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version des Beitrags war fälschlicherweise von »Sarfeld« die Rede, gemeint ist »Sarstedt«.
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Kim Staudt
Newsressort
Schnee und Eis schränken Verkehr ein
Straßenverkehr
Autofahren kann bei diesen Wetterverhältnissen hochgefährlich sein. Der DWD warnt vielerorts vor spiegelglatten Straßen. In der Nacht kam es bereits zu ersten Unfällen aufgrund der Glätte. In Baden-Württemberg rutschte ein Bus einen Hang hinunter. Dabei verletzten sich laut der örtlichen Polizei drei Menschen leicht. Auch in Rheinland-Pfalz kam es zu einem Unfall mit zwei Leichtverletzten. Auf der Bundesstraße bei Holzhausen an der Haide (Rhein-Lahn-Kreis) verlor ein Autofahrer in einer Kurve auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug, wie die Autobahnpolizei berichtete. Er stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Mancherorts wurde für Freitag vorsichtshalber der Busverkehr eingestellt oder schon vor Einschränkungen gewarnt.
Die Lagezentren in den Bundesländern sprachen in den frühen Morgenstunden allerdings von einem insgesamt ruhigen Verlauf auf den Straßen mit eher kleinen Unfällen.
Die Lagezentren in den Bundesländern sprachen in den frühen Morgenstunden allerdings von einem insgesamt ruhigen Verlauf auf den Straßen mit eher kleinen Unfällen.
Foto: Michael Reichel / dpa
Bahnverkehr
Die Bahn rechnet bis Samstag mit möglichen Verspätungen und Zugausfällen im Fernverkehr. Wer kann, sollte seine Reise verschieben. Schon gekaufte Tickets könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Mancherorts wurden vorsorglich Verbindungen des Regionalverkehrs gestrichen.
Bereits am Abend war es Zugausfällen auf einigen Fernverkehrsstrecken gekommen. Betroffen waren etwa die Strecken Kopenhagen-Hamburg, Westerland/Kiel-Hamburg, Binz/Stralsund/Rostock-Berlin, Norddeich/Emden-Hannover/Ruhrgebiet.
Die Bahn hat darüber hinaus Vorbereitungen getroffen: In Bayern zum Beispiel können von den mehr als 10.000 Weichen laut DB rund 8.140 beheizt werden, damit sie nicht einfrieren. Bei Schneeverwehungen würden schwere Loks über verschneite Gleise fahren und eine Spur für nachfolgende Züge ziehen, sagte eine Sprecherin. Allerdings sei man selbst bei bestmöglicher Vorbereitung nicht gegen alle Witterungsfolgen gefeit, hieß es am Donnerstag.
Fährverkehr
Auch der Fährverkehr an der niedersächsischen Nordseeküste ist weitgehend zum Stillstand gekommen. Mehrere Inseln sind derzeit nicht per Schiff erreichbar – darunter Langeoog, Spiekeroog, Norderney und Wangerooge. Problematisch ist vor allem der erwartete starke Ostwind. Er drückt das Wasser von der Küste weg, Fähren können dann nicht oder nur eingeschränkt fahren.
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Kim Staudt
Newsressort
Zwei Dutzend Lastwagen steckten auf A7 im Schnee fest – Autobahn teilweise gesperrt
Auf der schneebedeckten Autobahn 7 im Landkreis Bad Kissingen in Bayern haben sich etwa zwei Dutzend Lastwagen festgefahren. Nach Angaben eines Polizeisprechers rückte in der Nacht zum Freitag unter anderem das Technische Hilfswerk (THW) aus. Mit der Hilfe vom THW wurden die Lastkraftwagen angezogen – bis sie von selbst aus weiterfahren konnten. Grund für den Einsatz bei Oberthulba sei Neuschnee gewesen, hieß es. Die Autobahnmeisterei sei gekommen und habe den Schnee geräumt. Dafür sei die A7 zeitweise gesperrt worden. Zum morgendlichen Berufsverkehr war die Fahrbahn wieder freigegeben worden.
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Kim Staudt
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Schneefall in Deutschland im Überblick
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Kim Staudt
Newsressort
Sturmtief bringt viel Schnee und starken Wind
Das Sturmtief »Elli« verschärft das Winterwetter in Niedersachsen und Bremen. Seit dem frühen Morgen gibt es an der Küste Windböen und stürmische Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Im Tagesverlauf werden an der Nordseeküste heftigere Sturmböen erwartet. Auf den Inseln bestehe die Gefahr einzelner orkanartiger Böen mit Geschwindigkeiten bis 110 Kilometer pro Stunde, hieß es.
Auch im niedersächsischen Binnenland ist es seit der Nacht ungemütlicher und windiger geworden, auch dort kommt es zu stürmischen Böen. Vielerorts schneit es. Bis zur Nacht zum Samstag werden der Vorhersage zufolge im Norden und der Mitte Niedersachsens bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. Im Harz werden stellenweise bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. Wegen des kräftigen Windes warnt der Wetterdienst vor allem im Norden und der Mitte Niedersachsens vor starken Schneeverwehungen. Einen Überblick, was bei einem Schneesturm zu beachten ist, finden Sie hier.
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Kim Staudt
Newsressort
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser, Wintersturm »Elli« bringt Deutschland Eis, Glätte und so viel Schnee wie lange nicht. An vielen Stellen kann es extrem rutschig werden. Für weite Teile Norddeutschland gelten Unwetterwarnungen, viele Schulen bleiben dicht, Veranstaltungen wurden abgesagt, die Bahn rechnet mit Verspätungen und Zugausfällen im Fernverkehr. In diesem Snowblog halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Mit Material von Agenturen
