SpOn 22.05.2026
13:28 Uhr

Schleswig-Holstein: Kuh verletzt Mann lebensgefährlich


Das Tier war so unberechenbar, dass der Rettungshubschrauber nicht landen konnte: Eine Kuh hat einen 22-Jährigen in Schleswig-Holstein attackiert und lebensgefährlich verletzt. Die Polizei erschoss das Tier.

Schleswig-Holstein: Kuh verletzt Mann lebensgefährlich

In der nordfriesischen Gemeinde Sprakebüll in Schleswig-Holstein ist ein Mann bei einem Arbeitsunfall auf einem Bauernhof lebensgefährlich verletzt worden. Eine Mutterkuh attackierte den 22 Jahre alten Mitarbeiter eines landwirtschaftlichen Betriebs während der Arbeit auf einer Koppel, teilte die Polizei Flensburg mit .

Rettungsversuche der Einsatzkräfte wurden erschwert, da die Kuh nach Polizeiangaben aggressives Verhalten zeigte, mehrfach den Kopf senkte und wiederholt mit den Hufen auf dem Boden scharrte. Die alarmierten Polizisten konnten sich daher der Kuh nicht nähern, um den verletzten Mann zu bergen.

Auch der Rettungshubschrauber »Christoph Europa 5« konnte nicht auf der Koppel landen, solange sich das Tier dort aufhielt.

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Um den 22-Jährigen ärztlich zu versorgen und um weitere Gefahren für die Einsatzkräfte zu verhindern, entschied die Polizei, die Kuh mit einem Gewehr zu erschießen. Nach dem Tod des Tieres konnte der lebensgefährlich verletzte Mann in ein Krankenhaus geflogen werden.

Es handelt sich nicht um den ersten Vorfall mit aggressiven Kühen in jüngster Zeit. In Österreich war vor wenigen Tagen eine 67 Jahre alte Frau von einer »mittleren zweistelligen Zahl« an Kühen auf einer Weide angegriffen und dabei tödlich verletzt worden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Im September 2025 starb zudem ein 85-Jähriger nach einer Kuhattacke. Er war mit seiner Frau und einem Hund unterwegs, als er in Ramsau am Dachstein von einer Kuhherde angegriffen wurde.

Immer wieder greifen aufgeschreckte Kühe Wanderer in den Alpen an. Dabei kommt es auch zu Todesfällen. Warum die Tiere angreifen, dafür gibt es nach Angaben von Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein (DAV) drei Hauptgründe. Wie sich Wanderer im Ernstfall am besten verhalten sollten, um Unfälle zu vermeiden, können Sie hier  lesen.

sol/dpa