Die französische Marine hat den aus Russland kommenden Öltanker »Grinch« angehalten und kontrolliert. Das Schiff werde verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren, und und sei mit internationalen Sanktionen belegt, teilte Präsident Emmanuel Macron auf X mit. Die Justiz habe Untersuchungen eingeleitet, der Tanker sei umgeleitet worden.
Nous ne laisserons rien passer.
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) January 22, 2026
La Marine nationale a arraisonné ce matin un navire pétrolier en provenance de Russie, sous sanctions internationales et suspecté d'arborer un faux pavillon.
Cette intervention a été effectuée en haute mer, en Méditerranée,… pic.twitter.com/6mHMvGtB94
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Der Einsatz erfolgte laut Macron in Abstimmung mit mehreren Verbündeten. Wie Behörden mitteilten, fand er im Mittelmeer zwischen der Südküste Spaniens und der Nordküste Marokkos statt. Aktivitäten der sogenannten russischen Schattenflotte – ein Begriff westlicher Regierungen für Schiffe, die Sanktionen umgehen sollen – trügen zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bei, so Macron. Bereits im Oktober hatte Frankreich einen Tanker aufgebracht, der diesem Netzwerk zugerechnet wurde.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Macron für das Vorgehen. »Genau diese Entschlossenheit ist erforderlich, um sicherzustellen, dass russisches Öl nicht länger Russlands Krieg finanziert«, schrieb er auf X. Selenskyj forderte strengere Sanktionen gegen entsprechende Tanker, deren Beschlagnahmung und den Verkauf des Öls. Ähnliche Forderungen hatte er zuvor beim Weltwirtschaftsforum in Davos erhoben. Europa müsse sich das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump bei venezolanischem Öl als Vorbild nehmen.
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Die Schattenflotte besteht aus oft älteren Schiffen, die außerhalb der üblichen westlichen Versicherungs- und Registrierungssysteme eingesetzt werden. Die Erlöse aus dem oft zu reduzierten Preisen an Länder wie Indien und China verkauften Erdöl fließen in die russische Kriegskasse.
In maroden Tankern schippert Russland einen großen Teil seiner Ölexporte an der deutschen Küste entlang. Wie Russlands Schattenflotte funktioniert und warum sie Sorgen vor einer Umweltkatastrophe bereitet, lesen Sie hier .

