SpOn 29.01.2026
12:35 Uhr

Scams aus Myanmar: China richtet elf Mitglieder von Betrugsbande hin


An der Grenze zu China führten sie große Scam-Zentren, in denen sie Menschen zum Betrug argloser Opfer zwangen. Jetzt wurden die Todesurteile gegen elf Bandenmitglieder vollstreckt.

Scams aus Myanmar: China richtet elf Mitglieder von Betrugsbande hin

China hat elf Mitglieder krimineller Banden hingerichtet, die von Myanmar aus Telefon- und Onlinebetrug betrieben haben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, hatte ein Gericht in Wenzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang die Gruppe im September 2025 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde nun vollstreckt.

Nach Angaben der Justiz hatten die Banden seit 2015 Stützpunkte in Myanmar aufgebaut. Von dort aus betrieben sie Betrug sowie illegales Glücksspiel und begingen illegalen Freiheitsentzug. Bei Gewalttaten im Umfeld der Aktivitäten seien 14 chinesische Staatsbürger getötet worden. Zudem sei ein Schaden von mehr als zehn Milliarden Yuan (rund 1,2 Milliarden Euro) entstanden.

Wie der Sender BBC berichtet , baute etwa die Familie Ming große Zentren an der nordöstlichen Grenze Myanmars auf. 2023 sei ihr Scam-Imperium zu Fall gekommen und die Bandenmitglieder seien von Milizen nach China ausgeliefert worden.

Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge wurden Hunderttausende Menschen nach Myanmar und in andere Teile Südostasiens verschleppt, um dort Onlinebetrug zu begehen. Darunter befinden sich Tausende Chinesen. Auch ihre Opfer, denen sie Milliarden von Dollar abknöpfen, sind überwiegend Chinesen.

Bei Betrugsnetzwerken dieser Art werden chinesische Staatsbürger oft mit falschen Jobangeboten angeworben oder unter Zwang festgehalten. Viele werden in sogenannten Scam-Zentren dazu gezwungen, andere Menschen telefonisch oder online zu betrügen. Wer sich weigert, wird nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen misshandelt oder eingesperrt.

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Bei den Scams greifen die Kriminellen auf eine ganze Reihe verschiedener Betrugsmaschen zurück, vom sogenannten Pig Butchering, bei dem Opfern mit einer vermeintlich romantischen Beziehung Geld aus der Tasche gezogen wird, bis zu Anlagebetrug mit Kryptowährungen.

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esk/dpa