SpOn 04.02.2026
08:09 Uhr

Savannah Guthrie: Donald Trump reagiert auf Entführung von Moderatorin-Mutter


Plötzlich mitfühlend: Die Mutter einer bekannten NBC-Moderatorin verschwindet – und US-Präsident Donald Trump will offenbar die Zahl der Ermittler aufstocken. »Wir werden der Sache auf den Grund gehen.«

Savannah Guthrie: Donald Trump reagiert auf Entführung von Moderatorin-Mutter

Die NBC-Moderatorin Savannah Guthrie ist eine der bekanntesten Fernsehjournalistinnen in den USA. Über das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter Nancy Guthrie am vergangenen Samstag wurde entsprechend breit berichtet.

Die 84-Jährige wurde zuletzt am Samstag gesehen und am Tag darauf als vermisst gemeldet. Die Polizei geht von einer Entführung aus, Guthrie sei gegen ihren Willen »mutmaßlich mitten in der Nacht« verschleppt worden.

Jetzt hat sich US-Präsident Donald Trump in dem Fall zu Wort gemeldet. »Ich werde sie später anrufen. Ich finde das schrecklich«, sagte Trump Reportern, während er ein Gesetz im Oval Office unterzeichnete. »Ich habe mich immer sehr gut mit Savannah verstanden. Es ist eine sehr ungewöhnliche Situation, aber wir werden der Sache auf den Grund gehen.«

Demnach unterstützt der US-Präsident den Vorschlag, die Zahl der an dem Fall beteiligten Bundesbeamten zu erhöhen. Derzeit leitet das Sheriff-Büro in Pima County im Süden des US-Bundesstaates Arizona die Ermittlungen.

Moderatorin Savannah Guthrie interviewt US-Präsident Donald Trump im Oktober 2020 (Archivbild): »Sie sind der Präsident, nicht irgendjemandes verrückter Onkel«

Moderatorin Savannah Guthrie interviewt US-Präsident Donald Trump im Oktober 2020 (Archivbild): »Sie sind der Präsident, nicht irgendjemandes verrückter Onkel«

Foto: BRENDAN SMIALOWSKI / AFP

Unbestätigten Medienberichten zufolge soll Blut am Wohnort der 84-Jährigen gefunden worden sein . Das Internetportal TMZ  veröffentlichte Videoaufnahmen der angeblichen Blutspur und schrieb, es sei eine Lösegeldforderung eingegangen. Dies wurde von den Ermittlungsbehörden bisher nicht bestätigt.

Der Polizei zufolge wird das Haus der Frau als Tatort eingestuft. Die 84-Jährige sei kognitiv nicht eingeschränkt, brauche aber aufgrund ihrer angegriffenen Gesundheit täglich Medikamente, teilte die Polizei am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit. Sollte sie diese nicht erhalten, bestehe Lebensgefahr.

Die Tochter Savannah Guthrie ist Baptistin und bat ihre Follower auf Instagram, für die Mutter zu beten. »Wir glauben an das Gebet«, schrieb sie. »Danke, dass Sie gemeinsam mit uns für unsere geliebte Mutter, unsere liebste Nancy, eine Frau mit tiefer Überzeugung, eine gute und treue Dienerin, beten.«

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Savannah Guthrie ist Co-Moderatorin der »Today«-Show beim Sender NBC. Sie interviewt Persönlichkeiten aus dem gesamten politischen Spektrum. Die ehemalige Anwältin war auch als Gerichtsreporterin für NBC tätig. Im Jahr 2020 machte sie Schlagzeilen, als sie Donald Trump in einem Interview Paroli bot, kritisch nachfragte und ihn ermahnte, er sei der Präsident, nicht »irgendjemandes verrückter Onkel«.

Auch vor diesem Hintergrund verwundert das öffentlich demonstrierte Mitgefühl des US-Präsidenten, der auch dann noch gegen seine Kritiker austeilt, wenn sie bereits tot sind. Nach dem Mord an dem renommierten Hollywoodregisseur Rob Reiner und dessen Frau Michele im Dezember hatte Trump mit einem geschmacklosen Kommentar für Empörung gesorgt.

Auf seiner Onlineplattform Truth Social nannte der US-Präsident Reiner einen »gequälten und kämpfenden« Menschen, der gestorben sei, weil er Wut ausgelöst habe »durch seine massive, unbeirrbare und unheilbare Erkrankung an einer geistig lähmenden Krankheit namens Trump-Wahn-Syndrom«.

ala/Reuters