Sänger Sasha bringt sein Kind auf ungewöhnliche Weise zur Schule – mit einem Golfcart. Der Sänger hat nämlich keinen Führerschein. »Ich habe den Führerschein als 17-Jähriger angefangen und nie die Prüfung gemacht, weil mir immer wieder das Geld ausging«, sagte er der »Neuen Osnabrücker Zeitung« . Irgendwann habe er keine Lust mehr gehabt und dann glücklicherweise Karriere gemacht. »Ab da musste ich nicht mehr selbst fahren.«
Mit dem Golfcart könne er den Weg zur Schule nun überbrücken. »Es hat eine Straßenzulassung, fährt zum Leidwesen der anderen Verkehrsteilnehmer aber nur 25 Kilometer pro Stunde.« Zudem gebe es »ja mittlerweile diese superschönen Lastenfahrräder«.
Er überlege allerdings seit 20 Jahren, ob er den Führerschein nicht doch noch machen solle, sagte Sasha. »Meine Frau weist mich in regelmäßigen Abständen darauf hin, dass ich das versprochen habe.«
Popmusiker Sasha (»If You Believe«) und seine Frau Julia hatten 2015 geheiratet. Im November 2018 wurden die beiden Eltern eines Sohnes. Monate vor der Geburt hatte der Sänger angekündigt, für das Baby seinen Führerschein machen zu wollen. Doch das ist bislang offensichtlich nicht geschehen.
Flaute bei Fahrschulen
Und derzeit bleiben bei vielen Fahrschulen offenbar neue Fahrschüler aus, nachdem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder angekündigt hatte, den Führerschein günstiger machen zu wollen. Seitdem gebe es eine spürbare Zurückhaltung, sagte Kurt Bartels, Vizevorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. »Viele Fahrschüler warten ab. Wenn das so bleibt, müssen Fahrschulen überlegen, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Im Worst Case drohen Insolvenzen.«
Schnieder hatte im vergangenen Oktober Reformvorschläge für eine kostengünstigere Fahrausbildung vorgelegt. Für einen Pkw-Führerschein der Klasse B werden laut Ministerium derzeit im Schnitt rund 3400 Euro fällig. Geplant sind etwa Vereinfachungen und digitale Lösungen für die theoretischen und praktischen Teile. So soll die Möglichkeit geschaffen werden, verstärkt Simulatoren zu nutzen. Außerdem soll es weniger verpflichtende Sonderfahrten – wie auf Autobahnen – geben.
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Der Minister dämpfte am Dienstag im ARD-»Morgenmagazin« aber erneut Erwartungen an eine schnelle Reform. »Es lohnt sich nicht abzuwarten, sondern wer den Führerschein machen will, der soll es jetzt machen.« Der Bund brauche für eine Reform die Länder.
