Ein 52-jähriger Fischer ist bei seiner Flucht vor einer Elefantenherde im Osten Sambias offenbar von einem Krokodil getötet worden. Das berichtet die britische BBC unter Berufung auf örtliche Berichte. Der Mann sei bei der Rückkehr von einem Angelausflug mit zwei Bekannten unerwartet auf die Tiere gestoßen.
Auf der Flucht des Trios sei der 52-Jährige in ein Gewässer nahe dem Luangwa-Flusses gesprungen. »Dann wurde er von einem Krokodil angegriffen, das ihm in das rechte Bein biss«, zitiert der Bericht den örtlichen Polizeichef.
Das Land im Süden Afrikas hat eine wachsende Elefantenpopulation. Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen zwischen den wilden Tieren und Menschen. In den vergangenen Jahren seien dabei mehrere Personen ums Leben gekommen, hieß es.
Mann starb nach Biss in den rechten Oberschenkel
Dem angegriffenen Mann sei es zunächst gelungen, dem Krokodil zu entkommen, indem er es mit einem Stock schlug. Schließlich sei es ihm gelungen, sich aus dem Wasser zu schleppen. Seine beiden Begleiter hätten das Geschehen aus der Ferne verfolgt und seien ihm zu Hilfe geeilt.
»Sie versuchten, die Blutung zu stoppen, aber leider ist er gestorben«, so der Polizeichef. Die BBC zitiert in ihrem Text auch eine Meldung der staatlichen Nachrichtenseite ZNBC, die das Geschehen entsprechend beschreibt.
Wildhüter, die später zum Ort des Unglücks geeilt seien, hätten tiefe Bisswunden am rechten Oberschenkel des Mannes festgestellt. Der Luangwa-Fluss, der durch den South-Luangwa-Nationalpark fließt, beherbergt laut Naturschützern eine der höchsten Konzentrationen von Nilkrokodilen in Afrika.
Nach Angaben der zivilgesellschaftlichen Organisation Resource Africa wurden im Jahr 2023 26 Todesfälle im Zusammenhang mit Wildtieren registriert. 15 davon seien durch Krokodilangriffe verursacht worden, die meisten davon entlang des Luangwa-Flusses.
Die sambischen Behörden haben Einheimische und Touristen wiederholt dazu aufgerufen, bei Reisen durch Wildtiergebiete Vorsicht walten zu lassen. Bereits in der Vergangenheit wurden auch Maßnahmen wie Schutzzäune in Erwägung gezogen.
