Der Luxus-Warenhauskonzern Saks Global hat in den USA Gläubigerschutz beantragt. Es soll ein Restrukturierungsverfahren gemäß Chapter 11 des US-Insolvenzrechts geben, heißt es in einer Mitteilung . Das soll dem Unternehmen Spielraum verschaffen, eine Umschuldung auszuhandeln oder einen neuen Eigentümer zu finden. Gelingt das nicht, müsste es seine Kaufhäuser womöglich schließen.
Vorerst bleiben Geschäfte und Onlineshops, die zu Saks Global gehören, aber geöffnet. Der Konzern sicherte sich demnach auch eine Finanzierungszusage von rund 1,75 Milliarden US-Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro). Zudem wurde mit Geoffroy van Raemdonck ein neuer Vorstandschef ernannt. Sein Vorgänger, Richard Baker, war zu Dienstag zurückgetreten.
»Dies ist ein entscheidender Moment für Saks Global«, sagte van Raemdonck laut Mitteilung. Er ermögliche es, »das Fundament unseres Geschäfts zu stärken und es für die Zukunft zu rüsten.«
Der Konzern war 2024 entstanden, als mehrere US-Luxuskaufhausketten – darunter Saks Fifth Avenue und Neiman Marcus – in ihm aufgingen. Schon zuvor waren diese teils finanziell angeschlagen. Das hat mit der Konkurrenz durch Onlineshops zu tun, aber auch damit, dass Luxusmarken Produkte häufiger über eigene Geschäfte verkaufen.
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