Spezialkräfte der Polizei haben in Sachsen eine Razzia gegen die »Reichsbürger«-Szene um die Gruppe von Heinrich XIII. Prinz Reuß durchgeführt. Die Beamten durchsuchten am Morgen elf Objekte im Erzgebirge und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte .
Den acht Beschuldigten im Alter von 38 bis 63 Jahren wird Mitgliedschaft in oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Demnach sollen sie bei dem Aufbau eines Systems von sogenannten Heimatschutzkompanien nach dem Sturz der deutschen Regierung eingeplant gewesen sein. Ein 41-Jähriger wurde aufgrund eines Haftbefehls des Oberlandesgerichts Dresden in Freiberg festgenommen.
Neben digitalen Datenträgern stellten die Spezialkräfte bei den Durchsuchungen auch Messer und Funkgeräte sicher.
Prozesse gegen die Gruppe in drei Städten
Die »Reichsbürger«-Gruppe um Prinz Reuß war nach einer Antiterrorrazzia Ende 2022 bekannt geworden. Die Beschuldigten sollen einen gewaltsamen Umsturz der Bundesregierung geplant und dabei bewusst Tote in Kauf genommen haben. Als Oberhaupt einer neuen Staatsform hätte Heinrich XIII. Prinz Reuß fungieren sollen.
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Gegen die Gruppierung laufen bereits Prozesse in Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Der Hauptangeklagte selbst steht in Frankfurt vor Gericht. Lesen Sie hier , wie sich Prinz Reuß vor Gericht geäußert hat.
