SpOn 06.03.2026
03:31 Uhr

Russland meldet mindestens neun Verletzte nach Drohnenattacke in Sewastopol


Im Abwehrkampf gegen Russland nimmt die Ukraine immer wieder Ziele auf der russisch besetzten Halbinsel Krim ins Visier. Eine abgefangene Drohne soll nun ein Wohnhaus getroffen haben.

Russland meldet mindestens neun Verletzte nach Drohnenattacke in Sewastopol

Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs auf die russisch besetzte Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach russischer Darstellung mindestens neun Menschen verletzt worden. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei in der Hafenstadt Sewastopol von einer abgeschossenen Drohne schwer beschädigt worden, teilte Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram mit.

Die nahe dem Haus abgestürzte Drohne sei mit Metallkugeln und Sprengstoff gefüllt gewesen, erklärte Raswoschajew weiter. Sechs der Verletzten, darunter auch drei Kinder, seien mit Schnittwunden in Krankenhäuser gebracht worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Am Donnerstagabend hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die baldige Rückholung weiterer Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft angekündigt. In seiner abendlichen Videobotschaft lobte er den am Tag vollzogenen Austausch von 200 Kriegsgefangenen. »Wir rechnen damit, dass es in den nächsten Tagen eine Fortsetzung der Austausche geben wird«, sagte er anschließend. Wie es mit den Verhandlungen über ein Ende des russischen Kriegs in der Ukraine weitergehen wird, ist seinen Worten nach hingegen ungewiss.

Hunderte iranische Drohnen, millionenteure Abfangraketen, schrumpfende Vorräte: Im Krieg gegen Iran droht den USA ein ähnliches Dilemma wie der Ukraine im Kampf gegen Russland. Nun bietet Kyjiw Hilfe an – mehr dazu hier .

Die Ukraine werde weiter auf eine diplomatische Lösung des Konflikts hinarbeiten. Derzeit richte sich die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die Kampfhandlungen rund um Iran, die Ukraine müsse aber bereit sein, die Gespräche jederzeit wieder aufnehmen zu können, sagte Selenskyj.

Mehr zum Thema

Tatsächlich hat US-Präsident Donald Trump derzeit sein Augenmerk auf Iran gerichtet, den sein Land zusammen mit Israel seit mehreren Tagen aus der Luft attackiert. Zuvor hatten Trumps Vertraute als Vermittler zwischen den Kriegsparteien Moskau und Kyjiw im Ukrainekrieg fungiert. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, die in zwei Runden zuvor als Verhandlungsort dienten, fallen wegen der unsicheren Lage momentan aus.

hda/dpa