Nordkorea war im vergangenen Jahr eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit dem Kremlherrscher eingegangen. Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukrainekrieg entsandt wurden. Zudem belieferte Nordkorea die russische Armee mit großen Mengen Munition und Artillerie.
Vermutet wird, dass das international weitgehend isolierte Land im Gegenzug Geld, Militärtechnik und Sicherheitsgarantien von Russland erhält.
Nun berichtet das »Wall Street Journal« unter Berufung auf Erkenntnisse des ukrainischen Geheimdienstes, dass die nordkoreanischen Soldaten im Kursker Gebiet mittlerweile Aufklärungsdrohnen einsetzen, Minen räumen und Artillerieangriffe durchführen dürfen. Zu Beginn ihres Einsatzes 2024 waren sie lediglich in sogenannten »Selbstmordwellen« eingesetzt worden.
Mittlerweile sollen rund 3000 nordkoreanische Soldaten wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sein; an der Ukrainefront wurden sie offenbar durch neue Verbände von Kim Jong Un ersetzt. Die Veteranen geben ihre gesammelten Erfahrungen in der Heimat weiter.
Die Armee von Erbdiktator Kim Jong Un hat erst Ende Januar erneut mehrere ballistische Raketen getestet. Wie der südkoreanische Generalstab mitteilte, habe man die Flugkörper nördlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang registriert. Diese sollen rund 350 Kilometer geflogen sein.
Nordkorea ist es gemäß mehreren Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. Zuletzt hatte Pjöngjang nach eigenen Angaben am 4. Januar eine Hyperschallrakete getestet.
