SpOn 30.01.2026
13:50 Uhr

Russland-Ukraine-Krieg: Russland will sich nicht auf Waffenruhe festlegen


Laut Donald Trump hat Wladimir Putin einer Feuerpause in der Ukraine zugestimmt. Doch Russlands Machthaber selbst äußert sich nicht. Auf Nachfrage bestätigt der Kreml lediglich, dass Trumps Bitte Putin erreicht habe.

Russland-Ukraine-Krieg: Russland will sich nicht auf Waffenruhe festlegen

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag gesagt, dass Russlands Präsident einer einwöchigen Feuerpause zugestimmt habe. Russland will sich öffentlich allerdings nicht darauf festlegen, ob das Land der Bitte Trumps nach einer begrenzten Waffenruhe mit der Ukraine nachkommt. Kremlsprecher Dmitrij Peskow bestätigte nach russischen Agenturmeldungen zwar die Anfrage Trumps. Er äußerte sich aber nicht dazu, wie der russische Staatschef Wladimir Putin darauf reagiert habe. Trump hatte zuvor gesagt, Putin habe der Bitte zugestimmt.

»Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kyjiw zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen«, sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau. Auf eine Nachfrage zur Antwort Putins sagte er, er habe dem nichts hinzuzufügen. Es gehe um eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen.

Temperaturen bis minus 30 Grad

Zwischen der Ukraine und Russland ist für Sonntag (1.2.) eine nächste Gesprächsrunde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. In der Hauptstadt Kyjiw und anderen Städten der Ukraine müssen Millionen Menschen seit Wochen nach russischen Angriffen ohne Strom und Heizung ausharren. Russland hat in den vergangenen Wochen verstärkt das ukrainische Energienetz bombardiert. Die Behörden arbeiten daran, die Wärme- und Stromversorgung wiederherzustellen. Der ukrainische Wetterdienst warnte für die kommenden Tage vor extremem Frost mit nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete Trumps Bemühungen in einem Beitrag auf der Plattform X  als »wichtig« und dankte dem US-Präsidenten. Ukrainische und US-Teams hätten das Thema in den Vereinigten Arabischen Emiraten besprochen. Er dankte für die Bemühungen, ein Moratorium für russische Angriffe auf Energieanlagen zu erreichen.

Wladimir Putin lässt Kyjiw frieren, ein beispielloser Angriff hat die Wärmeversorgung für jeden zweiten Wohnblock unterbrochen. Die Stadt ist nur knapp einer Kältekatastrophe entronnen. Wie die Bewohner das aushalten, lesen Sie hier .

czl/dpa