Während in Genf über Friedenspläne verhandelt wird, brennen Wohnhäuser in der ostukrainischen Stadt Charkiw. Russland setzt seine Angriffe massiv fort.
Die Leidtragenden: zum Beispiel diese Jugendlichen, die gerade ihre Mutter verloren haben. Mindestens vier Menschen sind in dieser Nacht gestorben, Dutzende verletzt.
Oleksandrs Mutter rief ihn an, als das Nachbargebäude getroffen wurde.
Oleksandr Balaklitskyj, Sohn einer Verstorbenen
»Und dann hörte ich eine Shahed-Drohne. Sie sagte, sie sei gefallen, und geriet in Panik. Und dann, bumm, schrie sie, und das war’s, die Verbindung wurde unterbrochen.«
Ein Angriff mit 15 Shahed-Drohnen in sechs Stadtteilen – ein »Waffenstillstand« scheint in weiter Ferne zu liegen.
Ihor Terechow, Bürgermeister von Charkiw
»Wir müssen Frieden erreichen. Ich bin sehr dankbar, dass heute die Regierung von Präsident Trump und die Regierung unseres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an diesem Abkommen arbeiten. Hoffen wir, dass alles gut geht. Aber es ist wirklich eine schreckliche Situation, wenn trotz der Verhandlungen russische Truppen zivile Ziele, zivile Infrastruktur und Wohngebäude angreifen und Menschen sterben. Das ist furchtbar.«
Für die Rettungsdienste ist das seit bald vier Jahren Alltag.
Ihor Klymenko, Leiter Rettungsdienst
»Da war eine Familie mit Kindern, aber als der erste Angriff begann, rannten sie hinaus. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was dann genau passiert ist. Aber die Kinder leben, Gott sei Dank, der Mann lebt, die Frau ist leider gestorben.«
Unter den Verletzten des nächtlichen Angriffs sollen auch zwei Kinder sein, elf und zwölf Jahre alt.