SpOn 09.02.2026
13:22 Uhr

Russland-Ukraine-Krieg: Luftangriffe – mindestens vier Tote und Stromausfälle


Moskau hat in der Nacht erneut Drohnen und Raketen auf die Ukraine gefeuert. Dabei wurde offenbar gezielt Infrastruktur anvisiert. Vier Menschen kamen ums Leben, bei Zehntausenden fiel der Strom aus.

Russland-Ukraine-Krieg: Luftangriffe – mindestens vier Tote und Stromausfälle

Russland hat die Ukraine in der Nacht wieder massiv aus der Luft angegriffen. Dabei kamen offenbar sowohl Drohnen als auch Raketen zum Einsatz. Nach Behördenangaben wurden bei den Attacken mindestens vier Menschen getötet, bei Zehntausenden Menschen fiel der Strom aus. Die ukrainische Luftwaffe meldete russische Angriffe mit elf ballistischen Raketen und 149 Drohnen. Davon seien 116 ​Drohnen abgeschossen oder neutralisiert worden.

In der Stadt Bohoduchiw in der ostukrainischen Region Charkiw starben eine Mutter und ihr zehnjähriger Sohn, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte. In der Hafenstadt Odessa im Süden kam ein Mensch ums Leben, in der ‌nördlichen Region Tschernihiw wurde ein 71-jähriger Mann getötet. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, ⁠darunter ein ‍13-jähriges Mädchen in der Region Dnipropetrowsk.

Die Angriffe richteten sich offenbar ‌erneut gezielt ⁠gegen die Infrastruktur. In der westlichen Region Wolhynien an der Grenze zum Nato-Mitglied Polen wurde ein Umspannwerk beschädigt, was in der Stadt Nowowolynsk zu einem Stromausfall bei mehr als ⁠80.000 Haushalten führte. Auch Bahnanlagen in den Regionen Sumy und Tschernihiw wurden getroffen.

Selenskyj kündigt Angriffe auf russische Energieinfrastruktur an

Die Angriffe ereigneten sich ungeachtet der laufenden von den ‌USA vermittelten Friedensgespräche. Der ‍ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, die US-Regierung unter Donald Trump dringe auf ‍eine Lösung zur Beendigung des Krieges noch vor dem Sommer. Russland hat seit Herbst 2025 ‍seine Angriffe auf das ukrainische Energienetz verstärkt, was bei winterlicher ⁠Eiseskälte Millionen ​Menschen ohne Strom und Heizung zurückließ.

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In seiner täglichen Videoansprache erklärte Präsident Selenskyj, dass nun auch russische Energieinfrastruktur ein legitimes Ziel für ukrainische Angriffe sei. Der Energiesektor sei eine Geldquelle für die Finanzierung von Waffen. »Wir müssen uns nicht entscheiden, ob wir ein militärisches Ziel oder die Energieversorgung angreifen. (...) Es ist dasselbe«, sagte der ukrainische Präsident. »Entweder bauen wir Waffen und greifen ihre Waffen an. Oder wir greifen die Quelle an, aus der ihr Geld generiert und vermehrt wird. Und diese Quelle ist ihr Energiesektor. (...) All dies ist für uns ein legitimes Ziel.«

Wie ukrainische Bürger im Krieg ihr Leben dank einer US-Plattform finanzieren, lesen Sie hier .

mgo/Reuters