Tausende Menschen sind in Kyjiw nach russischen Angriffen weiter ohne Wärme. Nun wurde wegen anhaltender Probleme mit der Energieversorgung erstmals seit den ersten Kriegswochen der Betrieb der U-Bahn eingestellt. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko via Telegram mit.
Wie in vielen Städten des Landes gebe es auch in Kyiw Stromausfälle, schrieb Klitschko. Der Betrieb der U-Bahn sei nun wegen niedriger Spannung im Netz eingestellt worden. Die Bahnhöfe könnten aber weiter als Schutzräume genutzt werden.
Russland hat zu Jahresbeginn seine Attacken aus der Luft auf Kyjiw noch einmal verstärkt . Großangriffe gab es am 9. und 13. Januar. Seit Tagen sind nach erneutem Beschuss der Heizkraftwerke in der ukrainischen Hauptstadt Tausende Wohnblöcke ohne Fernheizung.
Der Stromversorger mussten Notabschaltungen vornehmen. Erst am Donnerstagmorgen wurden wieder planmäßige Stromsperren eingeführt, wodurch viele Bewohner zumindest wieder fünf bis acht Stunden am Tag Elektrizität haben.
Die EU-Kommission hatte zuletzt angekündigt, angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine 500 weitere Notstromgeneratoren liefern zu wollen. Zuvor hatte sie bereits 447 dieser Notstromsysteme auf den Weg gebracht.
Die Ukraine hat nach Angaben der ukrainischen Premierministerin Julija Swyrydenko die erste Lieferung an Energieausrüstung aus Deutschland erhalten.
Sie sei Teil eines Winterhilfspakets, das jüngst auf 120 Millionen Euro aufgestockt worden sei, schrieb die Regierungschefin auf X. Demnach umfasst die Lieferung unter anderem zwei Blockheizkraftwerke, Generatoren und weitere Ausrüstung.
