SpOn 07.02.2026
11:43 Uhr

Russland: General Wladimir Aleksejew offenbar außer Lebensgefahr


Der verletzte GRU-Vizechef Wladimir Aleksejew soll nach einer Operation wieder bei Bewusstsein sein. Laut einem Medienbericht kommen zwei Tatverdächtige vor Gericht.

Russland: General Wladimir Aleksejew offenbar außer Lebensgefahr

Im Fall des niedergeschossenen russischen Generals Wladimir Aleksejew wurden offenbar zwei Tatverdächtige identifiziert. Das berichtet die Zeitung »Kommersant«  unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Verdächtigen würden »bald verhört«, heißt es in dem Bericht. Anschließend sollen sie angeklagt werden.

Der den russischen Sicherheitsorganen nahestehende Telegramkanal Mash teilte demnach mit, einer der Verdächtigen werde »aus Dubai gebracht«. Russland äußerte sich bislang nicht offiziell zu den Festnahmen.

Aleksejew wurde Medienberichten zufolge  nach dem Angriff operiert und lag im künstlichen Koma. Inzwischen sei er wieder bei Bewusstsein. »Zum jetzigen Zeitpunkt kann man mit Vorsicht sagen, dass keine Lebensgefahr mehr besteht«, zitiert die Nachrichtenagentur Tass eine Quelle aus dem Umfeld des Krankenhauses.

Der Tatort in Moskau

Der Tatort in Moskau

Foto: Grigory Sysoev / Sputnik / IMAGO

Schüsse in den Bauch und ins Bein

Am Freitagmorgen hatte ein Unbekannter laut dem zuständigen Ermittlungskomitee »mehrere Schüsse« auf den Armeevertreter abgegeben. Laut Mash wurde Aleksejew vor dem Fahrstuhl in seinem Wohnhaus mehrmals in den Rücken getroffen. Zwei Kugeln seien im Bauchbereich gelandet, eine im Bein. Der General habe »sehr viel Blut verloren«, hieß es weiter. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und befand sich zwischenzeitlich in kritischem Zustand.

Aleksejew ist der stellvertretende Leiter der Hauptverwaltung des Generalstabs im Verteidigungsministerium und Vizechef des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Unter anderem war er während des syrischen Bürgerkriegs für die dortigen Geheimdiensteinsätze zuständig.

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esw/Reuters