SpOn 05.01.2026
11:25 Uhr

Russland: Dmitrij Medwedew kann sich Entführung von Kanzler Merz vorstellen


Russlands Ex-Präsident Medwedew spekuliert nach der Festnahme von Venezuelas Machthaber Maduro über eine Entführung von Friedrich Merz. Auch Wolodymyr Selenskyj solle sich besser nicht entspannen.

Russland: Dmitrij Medwedew kann sich Entführung von Kanzler Merz vorstellen

Russland hat den US-Militärangriff auf Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro mit deutlichen Worten verurteilt. Das Vorgehen der USA beflügelt offenbar jedoch zugleich die Fantasie in Moskau. Ex-Präsident Dmitrij Medwedew kann sich analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen. Namentlich nannte er den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

»Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein«, sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. »Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.«

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Der frühere Kremlchef hat sich in den vergangenen Jahren als Scharfmacher gegen den Westen etabliert. Immer wieder fällt er mit rhetorischen Angriffen gegen die Ukraine und den Westen auf.

Warnung Richtung Ukraine

Wenn behauptet werde, dass der nun entmachtete venezolanische Staatschef Maduro ein illegitimer Präsident sei, dann halte das keiner Kritik stand, sagte Medwedew weiter. Dies gelte vor allem für die europäischen Reaktionen, die einen »doppelten Standard« Europas aufzeigten.

Er fügte mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hinzu, dass es aus dieser Sicht »sicherlich besser ist, sich nicht zu entspannen«, da dessen Amtszeit längst abgelaufen sei. Selenskyj allerdings bleibt aufgrund der Verfassung zu Kriegszeiten im Amt.

asc/dpa