SpOn 31.01.2026
17:15 Uhr

Rom: Bistum prüft Engelsbild mit Gesicht von Giorgia Meloni in Kirche


Die Restaurierung einer Kirche in Rom sorgt für Aufsehen: Ein Engel erinnert neuerdings deutlich an Italiens Regierungschefin Meloni. Nun reagiert das Bistum.

Rom: Bistum prüft Engelsbild mit Gesicht von Giorgia Meloni in Kirche

Das Fresko eines Engels, dessen Gesichtszüge große Ähnlichkeit mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni aufweisen, sorgt in Italien für Aufsehen: Die Himmelsgestalt ziert nach Restaurationsarbeiten die Wand einer Kirche in Rom. Nun schaltet sich das zuständige Bistum der italienischen Hauptstadt ein. Das Vikariat habe sich verpflichtet, die Angelegenheit mit dem zuständigen Pfarrer zu vertiefen und mögliche Maßnahmen zu prüfen, heißt es in einer Pressemitteilung vom Samstag.

Wer erschuf die Engels-Meloni?

Der Bischof von Rom ist kein Geringerer als Papst Leo XIV. persönlich. In einer Seitenkapelle der römischen Kirche San Lorenzo in Lucina war die ungewöhnliche Malerei entdeckt worden: Das Gesicht des Engels erinnert stark an das Gesicht der italienischen Regierungschefin. In den Händen hält die geflügelte Himmelsbotin eine Schriftrolle, auf der die Umrisse Italiens zu sehen sind.

Erst kürzlich wurde das Gesicht des Engels in der Basilika San Lorenzo in Lucina ersetzt

Erst kürzlich wurde das Gesicht des Engels in der Basilika San Lorenzo in Lucina ersetzt

Foto: Matteo Nardone / IPA / ZUMA Press / dpa

Der Erschaffer der Engels-Meloni blieb zunächst unbekannt. Das Gotteshaus wird derzeit restauriert. Laut Bistum sollten die Arbeiten »ohne Änderungen oder Ergänzungen« vollzogen werden. Die Veränderung des Gesichts des Engels sei daher eine Initiative des Dekorateurs gewesen, die den zuständigen Stellen nicht mitgeteilt wurde, so das Bistum in seiner Stellungnahme.

Ministerpräsidentin Meloni steht seit Oktober 2022 an der Spitze einer Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien. Sie gilt als Sympathisantin von US-Präsident Donald Trump und eine seiner wichtigsten Verbündeten in Europa.

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lhi/KNA