SpOn 18.12.2025
01:41 Uhr

Rob Reiner: Wegen Mordes angeklagter Sohn Nick Reiner erstmals in Los Angeles vor Gericht


In Los Angeles ist der Sohn von Rob und Michele Reiner zum ersten Mal vor dem Richter erschienen – bei einer Verurteilung könnte ihm die Todesstrafe drohen. Inzwischen äußerten sich auch seine Geschwister zur Familientragödie.

Rob Reiner: Wegen Mordes angeklagter Sohn Nick Reiner erstmals in Los Angeles vor Gericht

Nach dem gewaltsamen Tod von US-Regisseur Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele ist der wegen Mordes angeklagte Sohn des Paares erstmals vor Gericht erschienen. Nick Reiner äußerte sich zunächst nicht zur Schuld oder Unschuld, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Dafür sei es noch »zu früh«, sagte sein Anwalt Alan Jackson.

Es gebe »sehr komplexe und ernsthafte Herausforderungen, die mit diesem Fall verbunden sind«, sagte Jackson weiter. Die Öffentlichkeit und die Medien rief er auf, nicht überstürzt zu urteilen.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 32-Jährigen zuvor wegen zweifachen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haft, möglicherweise sogar die Todesstrafe. Der nächste Gerichtstermin wurde laut Jackson nun für den 7. Januar angesetzt.

Jake und Romy Reiner: »Sie waren nicht nur unsere Eltern, sie waren unsere besten Freunde«

Nick Reiner war am Sonntagabend festgenommen worden, rund sechs Stunden nachdem die Polizei das getötete Paar in seinem Haus im Stadtteil Brentwood entdeckt hatte. Rob Reiner, Regisseur von Filmhits wie »Harry und Sally«, »Misery« und »Eine Frage der Ehre«, war 78 Jahre alt. Seine Frau Michele, die als Fotografin gearbeitet hatte, war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 70 Jahre alt.

Das seit 1989 verheiratete Paar hatte drei gemeinsame Kinder: Jake, Nick und Romy. Zudem adoptierte der Regisseur die Tochter seiner ersten Ehefrau Penny Marshall.

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Der Verlust ihrer Eltern sei »schrecklich und verheerend«, teilten Jake und Romy Reiner in einer gemeinsamen Mitteilung mit. »Worte können nicht einmal ansatzweise den unvorstellbaren Schmerz beschreiben, den wir jeden Augenblick des Tages fühlen. Der schreckliche und verheerende Verlust unserer Eltern, Rob und Michele Reiner, ist etwas, das niemand jemals erleben sollte. Sie waren nicht nur unsere Eltern, sie waren unsere besten Freunde.« Sie baten um den Respekt ihrer Privatsphäre – und darum, dass »unsere Eltern mit den unglaublichen Leben, die sie gelebt haben, und der Liebe, die sie gegeben haben, in Erinnerung bleiben«.

  • Einen Nachruf auf Rob Reiner, den Meister des Aberwitzes, können Sie hier nachlesen .

aar/dpa