Die Mehrheitsverhältnisse im US-Repräsentantenhaus gelten nach dem Tod des republikanischen US-Kongressabgeordneten Doug LaMalfa als fragil. Die Republikaner, die dort derzeit nur über eine sehr knappe Mehrheit verfügen, können bei Abstimmungen im Plenum ohne LaMalfas Stimme nur noch den Ausfall von höchstens zwei Abgeordneten verkraften, berichten US-Medien. Die Führung der Republikaner im Repräsentantenhaus bestätigte LaMalfas Tod am Dienstag in den sozialen Medien.
House Republicans mourn the loss of Congressman Doug LaMalfa.
— House Republicans (@HouseGOP) January 6, 2026
A lifelong resident of Northern California and a fourth-generation rice farmer, Congressman LaMalfa spent more than two decades in public service. He proudly represented California’s 1st Congressional District from… pic.twitter.com/nTFSiEXUlE
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LaMalfa, der 65 Jahre alt wurde, vertrat seit 2013 einen ländlich geprägten Wahlkreis im Norden Kaliforniens. Er galt als profilierter Vertreter der Landwirtschaft sowie als Vorsitzender einer überparteilichen Kongressgruppe für die Interessen der westlichen US-Bundesstaaten.
Nach kalifornischem Recht ist eine Nachwahl zur Neuvergabe des Sitzes erforderlich. Details zum Zeitplan oder zum genauen Verfahren wurden jedoch zunächst nicht bekannt. Bis jemand folgt, bleibt der Sitz leer; die republikanische Fraktion verfügt damit über eine Stimme weniger. Die »Washington Post« berichtet , dass die Demokraten aufgrund eines neuen Zuschnitts des Wahlkreises von LaMalfa gute Chancen haben, diesen zu übernehmen.
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US-Präsident Donald Trump nahm bei einer Rede vor republikanischen Abgeordneten am Dienstag Bezug auf LaMalfas Tod und unterbrach seine Ausführungen zur politischen Lage für einen Nachruf. Zuvor hatte Trump im Allgemeinen über die Unsicherheit von Mehrheiten und die psychologische Dynamik von Zwischenwahlen gesprochen. Dabei deutete er an, dass selbst erfolgreiche Präsidentschaften historisch häufig bei den sogenannten »Midterms«, den Zwischenwahlen zum US-Kongress in der Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten, an Unterstützung verlieren würden.
