SpOn 05.03.2026
13:42 Uhr

Renten steigen ab 1. Juli um 4,24 Prozent


Rund 23 Millionen Rentnerinnen und Rentner dürfen sich auf mehr Geld vom Staat freuen. Bei einer Standardrente gibt es ab dem Sommer monatlich ein Plus von 77 Euro. Der Grund: die gute Lohnentwicklung.

Renten steigen ab 1. Juli um 4,24 Prozent

Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten vom 1. Juli 2026 an deutlich ‌mehr Geld. Ihre Bezüge steigen um 4,24 Prozent, wie Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ankündigte. »Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung, mit der die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck kommt«, sagte die SPD-Co-Chefin. Dies sei eine gute Nachricht für die rund 23 Millionen betroffenen Menschen. Die Renten steigen damit erneut ​stärker als die Inflation. Die Bundesregierung erwartet bislang für dieses Jahr eine allgemeine Preissteigerung von 2,1 Prozent.

Für eine ⁠rechnerische Standardrente ⁠bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet die Anhebung ein monatliches Plus von 77,85 Euro. Den Rentenkassen beschert die Erhöhung jährliche Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe. Konkret beziffert werden diese erst in ‌einer Verordnung zur Rentenanpassung, die von der Bundesregierung noch beschlossen werden ​muss. Im vergangenen ‌Jahr waren die Renten um 3,74 Prozent erhöht worden. Für die Rentenversicherung brachte das jährliche Mehraufwendungen von über 15 Milliarden Euro mit sich.

Renten an Löhne gekoppelt

Grundlage der jährlichen Anpassung ist die Entwicklung der Löhne und Gehälter. ‌Steigen die Löhne der Arbeitnehmer, ziehen die Renten im Folgejahr nach. In die Berechnung fließen vor allem die allgemeine Lohnentwicklung ein, aber auch die Entwicklung der Sozialabgaben, ‌die Arbeitnehmer und Rentner zahlen. Die anpassungsrelevante ​Lohnentwicklung wurde nach Daten des Statistischen Bundesamtes ‌mit 4,25 Prozent beziffert. Geringfügig gedämpft wird die Erhöhung in ‌diesem Jahr durch ​die Anhebung der Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen.

Mehr zum Thema

»Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die ​Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der ⁠arbeitenden Bevölkerung teilhaben«, unterstrich Bas. »Ordentliche Renten ​sind kein ​Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben.«

Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund sagte zu der Rentensteigerung: »Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist Stabilität ein hohes Gut. Die aktuelle Anpassung unterstreicht die Stabilität unseres Systems. Umso wichtiger ist es, das Vertrauen in die gesetzliche Rente zu stärken und ihre nachhaltige Finanzierung dauerhaft zu sichern«.

czl/Reuters