SpOn 01.12.2025
09:50 Uhr

Rente: Fraktionsvize Mathias Middelberg sieht Mehrheit für Rentenpaket


Der Widerstand der jungen CDU-Abgeordneten gegen die geplante Rentenreform bröckelt. Fraktionsvize Mathias Middelberg erwartet eine Zustimmung im Bundestag. Es gehe auch um die Zukunft der Koalition.

Rente: Fraktionsvize Mathias Middelberg sieht Mehrheit für Rentenpaket

Im Streit der CDU über die Rente geht der Unionsfraktionsvize Mathias Middelberg von einer Mehrheit für das ausgehandelte Paket der Bundesregierung aus. Er sei »sehr, sehr zuversichtlich, dass wir am Ende nachher eine Zustimmung haben werden«, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.

Dabei räumte Middelberg Widerstände ein. Nicht nur jüngere Kollegen in der Fraktion hätten Bedenken beim Rentenpaket, sagte er mit Blick auf die Blockade der Jungen Gruppe.

Von einigen jungen Abgeordneten habe er ein »Zustimmungssignal« bekommen, sagte Middelberg. »Bei anderen wird man vielleicht noch sprechen und abwarten müssen.«

Einigung im Rentenstreit

Laut Middelberg geht es bei der Abstimmung auch um den Fortbestand der Koalition. »Viele von denen, die Bedenken haben, haben genauso diesen Blick auf das große Ganze und sehen am Ende, dass es hier auch um die Regierung insgesamt geht und das Programm insgesamt, das wir umsetzen«, sagte Middelberg.

Die Koalitionsspitzen von CDU und SPD hatten sich darauf verständigt, das Rentengesetz mit einer Stabilisierung des Rentenniveaus unverändert im Bundestag beschließen zu lassen. Es sollen aber weitere Reformen in Aussicht gestellt werden, für die eine Expertenkommission bis Sommer Vorschläge erarbeiten soll. Unklar ist, ob dies die Abgeordneten der Jungen Gruppe überzeugt, die Milliardenkosten wegen des Rentenpakets fürchten.

DER SPIEGEL

Den Rentenbeschluss bezeichnete Middelberg als »nicht wirklich glücklich«, er teile manche Bedenken. Die Rentenkommission sei zunächst nur ein »Hoffnungswert«, sie komme aber nun früher. Zudem gehe es um Verlässlichkeit gegenüber dem Koalitionspartner SPD.

Zuvor hatte Unionsfraktionschef Jens Spahn vor negativen Folgen eines möglichen Scheiterns der schwarz-roten Rentenreform im Bundestag gewarnt.

Mehr zum Thema

Am Dienstag kommt die Unionsfraktion zu ihrer nächsten regulären Sitzung zusammen. Sollte sich in der Fraktionssitzung zeigen, dass die Stimmen ausreichen, dürfte noch in dieser Woche die Abstimmung im Bundestag stattfinden. Der Bundesrat wäre dann am 19. Dezember an der Reihe. Falls der Bundestag und der Bundesrat zustimmen, könnte das Gesetz zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Wie Union und SPD in der Diskussion über die Rente gerade ihre roten Linien räumen, lesen Sie hier .

tin/dpa