Bei internationalen Reitturnieren sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Pferde gestorben als im Jahr davor. Das geht aus der Statistik des Weltverbands FEI hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
23 Pferde sind nach Angaben des Verbands im abgelaufenen Jahr bei internationalen Turnieren in den drei olympischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit gestorben. 2024 waren es insgesamt 15.
Dunkelziffer: Todesfälle bei nationalen Turnieren
Jeweils elf Pferde starben bei Vielseitigkeitsveranstaltungen und bei Springturnieren. In der Dressur gab es nur einen Fall. Im Gegensatz zu 2024 gab es keinen tödlichen Unfall mit einem Menschen. Nicht bekannt ist die Zahl der Todesfälle bei nationalen Turnieren.
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Der Anteil tödlicher Unfälle bei Vielseitigkeitspferden war nach FEI-Angaben in den vergangenen Jahren dank verbesserter Sicherheitsmaßnahmen gesunken. Im abgelaufenen Jahr gab es allerdings eine deutliche Steigerung von zwei auf elf Fälle.
Allein in Australien 175 tote Galopper
Nicht erfasst sind die Todesfälle im Galoppsport, da dieser nicht von der FEI organisiert wird. Offizielle Zahlen werden von nationalen Dachverbänden veröffentlicht, auch Tierschutzorganisationen geben entsprechende Berichte heraus. So sind der Organisation Coalition for the Protection of Racehorses (CPR) zufolge allein in Australien zwischen dem 1. August 2024 und dem 31. Juli 2025 mindestens 175 Galopper im Kontext ihres Einsatzes als Rennpferd zu Tode gekommen.
Die Daten basieren CPR zufolge auf Todesfällen, die in offiziellen Berichten von Rennleitern, Medien und anhand von Informationen von Whistleblowern erfasst wurden.
