SpOn 12.01.2026
18:35 Uhr

Real Madrid trennt sich von Trainer Xabi Alonso


Xabi Alonso ist nicht mehr Trainer der Königlichen. Real Madrid hat den Erfolgstrainer nach der Supercup-Niederlage gegen den ewigen Rivalen Barcelona entlassen. Einen Nachfolger hat der Verein schon präsentiert.

Real Madrid trennt sich von Trainer Xabi Alonso

Nach der Niederlage im spanischen Supercup ist Xabi Alonso als Trainer von Real Madrid entlassen worden. Der spanische Fußball-Rekordmeister teilte mit , dass die Trennung »in gegenseitigem Einvernehmen« erfolgt sei. Als Nachfolger präsentierte Real umgehend den früheren Profi Álvaro Arbeloa, der bisher die zweite Mannschaft trainiert hatte und mit Alonso einst als Spieler gemeinsam für Madrid aufgelaufen war.

»Xabi Alonso wird immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madridistas genießen, denn er ist eine Legende von Real Madrid und hat stets die Werte unseres Vereins vertreten«, hieß es in der Mitteilung des Klubs. »Real Madrid wird immer sein Zuhause sein. Unser Verein dankt Xabi Alonso und seinem gesamten Trainerteam für ihre Arbeit und ihr Engagement in dieser Zeit und wünscht ihnen viel Glück für diesen neuen Lebensabschnitt.«

Alonso, 44, hatte Real zu Saisonbeginn übernommen und die Nachfolge von Carlo Ancelotti angetreten. In Deutschland hatte er mit Bayer Leverkusen 2023/2024 das Double gewonnen. In Spaniens La Liga ist Real Zweiter mit drei Punkten Rückstand auf den FC Barcelona. Madrid hatte am Sonntag in Saudi-Arabien das Supercopa-Finale gegen den Erzrivalen (2:3) verloren. Nun ist nach rund einem halben Jahr Schluss für Alonso.

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Bereits länger hatte es Gerüchte über eine nahende Entlassung Alonsos gegeben. »Projekte brauchen Zeit. Wir entwickeln uns weiter, was den Fußball, die Emotionen und den Teamgeist angeht«, hatte Alonso vor dem Supercup gesagt. Trotz der vorangegangenen fünf Siege in Serie hatten spanische Medien das Finale gegen Barcelona als persönliches Endspiel in der Wüste betitelt. Neben dem verlorenen Supercup-Finale läuft Real dem Team von Hansi Flick auch in der Meisterschaft hinterher. Der Rückstand beträgt vier Punkte. Und in der Champions League sind die Madrilenen auch nur Siebter, es drohen die Playoffs.

Zwar hatte sich der Rekordmeister in der Meisterschaft zuletzt etwas stabilisiert, überzeugend waren die Auftritte trotzdem nicht. Das 2:3 gegen Barcelona war dann wohl eine Niederlage zu viel für den erfolgsverwöhnten und schillernden Präsidenten Florentino Pérez. Dabei hatte der Start so gut ausgesehen: Nach dem Halbfinale bei der Klub-Weltmeisterschaft konnte Alonso zu Beginn dieser Saison in den ersten 14 Pflichtspielen 13 Siege bejubeln. Es war der beste Saisonstart, den die Königlichen jemals hatten.

svs/sid