Nasser Al-Attiyah aus Katar hat zum sechsten Mal die Rallye Dakar gewonnen. Der 55-Jährige triumphierte nach 13 Etappen durch Saudi-Arabien zusammen mit seinem belgischen Navigator Fabian Lurquin erstmals für Dacia. Al-Attiyah hatte schon vor der letzten Etappe nach Yanbu westlich von Medina den Grundstein für seinen Gesamtsieg bei der 48. Auflage gelegt und fuhr nach der Zieldurchfahrt jubelnd Kringel in den Wüstensand.
Der Rallyepilot hatte 2004 sein Dakar-Debüt für Mitsubishi gegeben. 2011 (Volkswagen Race Touareg), 2015 (Mini) sowie 2019, 2022 und 2023 (Toyota) gewann er das gefährliche Offroadabenteuer. Er ist nebenbei auch Sportschütze und gewann 2012 in London Olympiabronze im Skeet-Wettbewerb.
Auf dem zweiten Platz landeten die Spanier Nani Roma und Alex Haro (Ford), Dritter wurde Mattias Ekström mit seinem Beifahrer Emil Bergkvist (Ford). Das Duo aus Schweden sicherte sich den Sieg auf der Schlussetappe.
Nasser Al-Attiyah zeigt mit den Fingern die Anzahl seiner bisherigen Siege an
Foto: Giuseppe Cacace / AFPDeutscher Gottschalk mit Reifenschaden
Im vergangenen Jahr hatte Navigator Timo Gottschalk mit seinem saudi-arabischen Piloten Yazeed Al-Rajhi die Rallye Dakar gewonnen. Dieses Mal musste das Toyota-Duo nach mehreren Zeitverlusten durch Reifenschäden vorzeitig aussteigen.
Al-Attiyah rückte mit seinem sechsten Gesamtsieg auch näher an den Rekordhalter heran. Der Franzose Stéphane Peterhansel, 60, hat die Autowertung achtmal gewonnen und zuvor auch sechsmal die Motorradwertung. Erfolge bis ins fortgeschrittene Rennfahreralter sind bei der Dakar nicht ungewöhnlich.
Bei der 48. Auflage der Rallye, die schon seit 2008 nicht mehr in Afrika stattfindet, ging es über rund 8000 Kilometer durch schwierige Landschaften. Auf den insgesamt 13 Etappen wurden knapp 4900 Kilometer auf Zeit gefahren. Start und Ziel lagen im saudi-arabischen Küstenort Yanbu am Roten Meer.
