Die britische Antiterrorpolizei hat eine weitere Festnahme nach dem Vorfall nahe einer Luftwaffenbasis gemeldet. Ein 27-Jähriger mit britischer und iranischer Staatsangehörigkeit sei in London wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Tat festgenommen worden. Zudem hätten Beamte zwei Immobilien im Stadtteil Westminster durchsucht. Auch ein 26-jähriger Brite sei befragt worden.
In der Nacht zum Sonntag waren fünf Männer nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen, gegen sie wird wegen Terror- und Sprengstoffdelikten ermittelt. Britischen Medien zufolge soll sich das von den Männern mitgeführte verdächtige Material jedoch nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt haben.
Einer der Festgenommenen soll laut Medienberichten sogar selbst den Notruf gewählt haben. Warum, ist nicht klar. Zunächst hatte eine Landwirtin gegenüber der BBC berichtet, die Polizei zuerst auf den Plan gerufen zu haben.
Burnham berichtet über Hinweise auf Iran
Premierminister Andy Burnham sprach am Mittwoch von einer möglichen Verbindung zu Iran. »Es gibt starke Hinweise darauf, dass Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war«, sagte er der BBC. Es handle sich jedoch »weiterhin um eine laufende, komplexe und ernste polizeiliche Ermittlung«. Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio von einem »ausländischen Akteur« hinter dem mutmaßlich geplanten Anschlag gesprochen.
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Den Luftwaffenstützpunkt Fairford nutzen die USA unter anderem für Angriffe auf Iran. Die britische Regierung hatte den USA die Erlaubnis erteilt, in Fairford stationierte Bomber für Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu nutzen, von denen aus Schiffe in der Straße von Hormus attackiert worden sind. Iran wies jegliche Verwicklung bereits »aufs Schärfste« zurück und sprach von »böswilligen Spekulationen«.
