Prinz George tritt früh in eine Tradition ein, die im britischen Königshaus fest verankert ist: das öffentlichkeitswirksame Engagement für Bedürftige. Gemeinsam mit seinem Vater, Prinz William, half der 12-Jährige bei der Vorbereitung des jährlichen Weihnachtsessens bei The Passage in London, dem größten Zentrum für obdachlose und prekär wohnende Menschen in Großbritannien.
Während des Besuchs trug sich George ins Gästebuch der Einrichtung ein. Direkt unter den Unterschriften seines Vaters William und seiner Großmutter Diana, Fürstin von Wales, 32 Jahre später. Das zeigt ein von der königlichen Familie veröffentlichtes Foto in den sozialen Medien.
Unterschriften von Diana, George, 1993 – 2025: Eine Familientradition
Foto: Photoshot / picture allianceDiana hatte William und seinen jüngeren Bruder Prinz Harry bereits im ähnlichen Alter zu The Passage mitgenommen. Die Besuche prägten William nachhaltig, wie er auch 2024 in der Dokumentation »Prince William: We Can End Homelessness« schilderte. »Ich war nervös, weil ich nicht wusste, was mich erwartet«, sagte er. Seine Mutter habe jedoch dafür gesorgt, dass sich alle wohlfühlten. »Ich dachte damals, Menschen ohne Zuhause müssten sehr traurig sein – und war überrascht, wie fröhlich die Atmosphäre war.«
William war elf Jahre alt , als er die Einrichtung erstmals besuchte. Seitdem ist sie ein zentraler Bestandteil seines sozialen Engagements. 2019 übernahm er offiziell die Schirmherrschaft von The Passage, wie das Magazin »People« schreibt .
Diana, Fürstin von Wales, in The Passage, 1993: Dafür gesorgt, dass sich alle wohlfühlten
Foto: Photoshot / picture allianceMick Clarke, Vorstandschef von The Passage, sagte, George sei mit seinem Vater vorbeigekommen, während sie gerade das Weihnachtsessen für 150 Menschen vorbereiteten. »William war für die Rosenkohl‑Vorbereitung zuständig, die gedämpft werden sollten, und Prinz George half bei den Yorkshire Puddings«, berichtete Clarke gegenüber der BBC . »Es ging darum: ›Bist du bereit, die Ärmel hochzukrempeln und richtig mit anzupacken?‹ – und das war er definitiv«.
Der Auftritt von Prinz George führt die Familientradition fort. Zugleich erinnert er an das, was fehlt. In einem Interview mit der British GQ sprach William 2017 darüber, wie schmerzhaft es für ihn sei, dass seine Mutter Diana seine Frau Catherine und seine Kinder – George, Charlotte und Louis – nie kennenlernen konnte. »Ich hätte gern ihren Rat gehabt«, sagte er. »Es macht mich traurig, dass die Kinder sie nie kennenlernen werden.«
