Der englische Spitzenclub Manchester City ist von der Premier League wegen schwerwiegender Verstöße gegen Finanzregeln in allen Anklagepunkten für schuldig erklärt worden. Das bestätigte die Liga in einem Statement . Dem Verein droht nun eine massive Strafe, mehrere Meistertitel könnten dem Team aberkannt werden.
Der Verein kann gegen die Feststellungen bis Freitag Berufung einlegen. Über die Sanktion wird in einer gesonderten Anhörung entschieden.
In einer Stellungnahme kündigte ManCity an, die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen. Der Club sei »sowohl enttäuscht als auch überrascht« und erklärte, »unschuldig hinsichtlich der von der Premier League erhobenen Vorwürfe« zu sein.
Am Freitag waren erste Details zu einem möglichen Schuldspruch an die Öffentlichkeit gelangt. »The Athletic« berichtete, die Engländer seien in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig. Die Vorwürfe zielen auf das Geschäftsgebaren der Klubbesitzer aus Abu Dhabi, die City 2008 übernommen hatten.
Der Verein soll von 2009 bis 2018 unter anderem falsche Angaben zu seinen Finanzen gemacht haben, Sponsoringeinnahmen sollen künstlich aufgewertet worden sein. In dieser Zeit feierte der Club drei englische Meistertitel.
Die Untersuchung der Premier League mitangestoßen hatte eine Artikelserie des SPIEGEL vom November 2018 im Rahmen der Football-Leaks-Berichterstattung. Lesen Sie hier die Artikelserie .
