SpOn 25.02.2026
11:59 Uhr

Preis der Leipziger Buchmesse: Das sind die Nominierten 2026


In drei Kategorien werden bei der Leipziger Buchmesse am 19. März Preise vergeben. Nun wurden die Nominierungen veröffentlicht. Frauen sind in der Überzahl – und wieder könnte ein Sachbuchpreis an einen Comic gehen.

Preis der Leipziger Buchmesse: Das sind die Nominierten 2026

485 Einreichungen hat die siebenköpfige Jury der Leipziger Buchmesse gesichtet. »Wir haben uns durch Welten gelesen und diskutiert, haben uns Können und Experiment, Leidenschaft und Kunst als Wegmarken gesetzt, sind durch die Gegenwartsliteratur gerauscht und haben es uns nicht leicht gemacht«, sagt die Juryvorsitzende Katrin Schumacher, Kulturjournalistin beim MDR.

Fahnen mit dem Logo der Leipziger Buchmesse: 15 Nominierte

Fahnen mit dem Logo der Leipziger Buchmesse: 15 Nominierte

Foto: Jan Woitas / dpa

Heraus kamen zunächst jeweils fünf Nominierungen in den drei Kategorien, in denen bei der Frühjahrsmesse der deutschen Buchbranche Preise verliehen werden. Dies sind die Bücher, die bei der Vergabe am 19. März Chancen auf eine Auszeichnung haben:

Belletristik

  • Helene Bukowski: »Wer möchte nicht im Leben bleiben« (Claassen, 26.02.2026)

  • Norbert Gstrein: »Im ersten Licht« (Hanser, 17.2.2026)

  • Anja Kampmann: »Die Wut ist ein heller Stern« (Hanser Verlag, 19.08.2025)

  • Katerina Poladjan: »Goldstrand« (S. Fischer, 27.8.2025)

  • Elli Unruh: »Fische im Trüben« (Transit, 1.9.2025)

Sachbuch/Essayistik

  • Marie-Janine Calic: »Balkan-Odyssee, 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa« (C.H. Beck, 15.10.2025)

  • Ines Geipel: »Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung« (S. Fischer, 11.3.2026)

  • Jan Jekal: »Paranoia in Hollywood. Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten. 1941–1953« (Matthes & Seitz Berlin, 26.02.2026)

  • Ulli Lust: »Die Frau als Mensch: Schamaninnen« (Reprodukt, 9.2.2026)

  • Manfred Pfister: »Englische Renaissance« (Galiani Berlin, 9.10.2025)

Übersetzung

  • Ulrich Faure übersetzte aus dem Niederländischen »Das Lied von Storch und Dromedar« von Anjet Daanje (Friedenauer Presse, 28.8.2025)

  • Tina Flecken übersetzte aus dem Isländischen »Eden« von Auður Ava Ólafsdóttir (Insel, 28.10.2025)

  • Manfred Gmeiner übersetzte aus dem Spanischen »Unten leben« von Gustavo Faverón Patriau (Droschl, 22.8.2025)

  • Timea Tankó übersetzte aus dem Ungarischen »Die Aussiedlung« von András Visky (Suhrkamp, 28.10.2025)

  • Petra Zickmann übersetzte aus dem Katalanischen »Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis« von Irene Solà (S. Fischer, 27.8.2025)

Schriftstellerin Poladjan: Zum zweiten Mal nominiert

Schriftstellerin Poladjan: Zum zweiten Mal nominiert

Foto: Anna Weise / SZ Photo / picture alliance

In allen drei Kategorien sind mehr Frauen als Männer unter den Nominierten. In der Belletristik sind Anja Kampmann (2018 mit »Wie hoch die Wasser steigen«) und Katerina Pojadjan (2022 mit »Zukunftsmusik«) bereits zum zweiten Mal für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Übersetzerin Timea Tankó hat den Preis sogar schon einmal gewonnen (2021 für ihre Übertragung von »Apropos Casanova« aus dem Ungarischen).

Comicautorin Lust: Bald der nächster Sachbuchpreis?

Comicautorin Lust: Bald der nächster Sachbuchpreis?

Foto: dts-Agentur / picture alliance

Ulli Lust könnte das Kunststück gelingen, innerhalb weniger Monate zwei bedeutende Sachbuchauszeichnungen mit Comics zu gewinnen: Beim Deutschen Sachbuchpreis war sie im vergangenen Sommer für den ersten Band ihres Projekts »Die Frau als Mensch« ausgezeichnet worden. Nun ist in Leipzig das Nachfolgebuch im Rennen.

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