Bundespolizisten haben in Portland im Westen der USA zwei Menschen angeschossen und verletzt. Die Verletzten seien im Krankenhaus, erklärte die örtliche Polizei am Donnerstag (Ortszeit), die betonte, dass ihre Beamten nicht in die Schüsse involviert gewesen seien. Der Vorfall ereignete sich einen Tag nach tödlichen Schüssen eines Mitarbeiters der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine US-Bürgerin in Minneapolis.
Bei den Verletzten handele es sich um eine Frau und einen Mann. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Ihr Zustand war demnach nicht bekannt. Die örtliche Polizei habe festgestellt, dass beide durch Schüsse verletzt worden seien, in die Bundespolizisten involviert gewesen seien.
Nach einem Bericht der »New York Times« gab das Heimatschutzministerium an, dass US-Grenzschutzbeamte eine gezielte Fahrzeugkontrolle durchgeführt hätten. Ein Beamter schoss, als der Fahrer versucht hätte, ihn zu überfahren. Eine Sprecherin nannte den Mann einen illegalen Einwanderer und Mitglied der venezolanischen Gang Tren de Aragua, die oft von US-Präsident Donald Trump ins Visier genommen wird . Konkrete Belege für die Gangzugehörigkeit wurden nicht vorgelegt.
Empörung nach tödlichen Schüssen in Minneapolis
Lokale Verantwortliche riefen zur Ruhe auf, insbesondere nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis. Dort war das Auto einer 37-jährigen US-Bürgerin bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis von mehreren Beamten umzingelt worden. Als Sicherheitskräfte auf das Auto zugingen und versuchten, die Tür zu öffnen, versuchte die Fahrerin wegzufahren. Ein ICE-Mitarbeiter feuerte daraufhin drei Schüsse ab. Der Wagen geriet außer Kontrolle und krachte in parkende Autos.
Örtlichen Medien zufolge handelte es sich bei der getöteten Frau in Minneapolis um eine Dichterin und Mutter. Der Vorfall löste Empörung und Proteste aus. Donald Trump und weitere Regierungsvertreter verteidigten das Vorgehen hingegen.
