Die US-Investmentgesellschaft Pimco verlagert offenbar Kapital aus den USA. Grund ist Donald Trumps »unvorhersehbare« Politik. Das berichtet die »Financial Times« (FT). Pimco ist einer der größten Investoren weltweit.
Der Chief Investment Officer von Pimco, Dan Ivascyn, sagte gegenüber der »FT«, dass das Unternehmen seine Portfolios »diversifiziere«, als Grund nannte er die sich rasch ändernden Maßnahmen des US-Präsidenten. Diese hätten zu einer erhöhten Marktvolatilität geführt.
»Unberechenbare Regierung«
»Man muss sich bewusst machen, dass diese Regierung ziemlich unberechenbar ist«, sagte Ivascyn. Pimco befinde sich daher in einer mehrjährigen Phase der Diversifizierung weg von US-Vermögenswerten.
Laut der »FT« sind mehrere Führungskräfte der Wall Street wegen der Angriffe von Trump auf die Notenbank Fed besorgt. Die Märkte hatten bislang verhalten reagiert.
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Das Medium zitiert einen leitenden Wall-Street-Händler, der fürchtet, dass Trumps Maßnahmen die Fähigkeit der Fed zur Krisenbewältigung negativ beeinträchtigen.
Auch Ivascyn äußerte sich ähnlich und sagte der »FT«: »Die Unabhängigkeit der Fed bei der Festlegung der Geldpolitik bleibt für die Märkte von entscheidender Bedeutung.« Eine kurzfristige Zinssenkung würde angesichts drohender hoher Inflation langfristig zu höheren Zinsen führen.
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