SpOn 26.01.2026
10:32 Uhr

Philippinen: Mindestens 18 Menschen sterben bei Fährunglück


Ein Notsignal ging raus, dann sank die Fähre vor den Philippinen. Bei einem Schiffsunglück im Pazifik sind laut Küstenwache mehrere Passagiere gestorben. Weitere Menschen werden vermisst.

Philippinen: Mindestens 18 Menschen sterben bei Fährunglück

Im Pazifik vor den Philippinen ist eine Fähre gesunken. Dabei starben laut der Küstenwache mindestens 18 Menschen. Ein Sprecher berichtete von mindestens 317 Geretteten. Nach rund zwei Dutzend vermissten Personen werde noch gesucht. Wie es zu der Tragödie nahe der Provinz Basilan kam, wird derzeit untersucht. Augenzeugen zufolge war die See zu dieser Zeit ruhig.

Das Schiff »M/V Trisha Kerstin 3« hatte der Küstenwache zufolge 359 Menschen an Bord – 332 Passagiere und 27 Crewmitglieder.

Einer Sprecherin der Rettungskräfte zufolge war die Fähre von Zamboanga auf der Insel Mindanao unterwegs zur Insel Jolo. Nach Angaben der Küstenwache meldete das Schiff vier Stunden nach seiner Abfahrt ein Notsignal. Der Schiffsbetreiber Aleson Shipping Lines sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus und bat um Geduld, während die Sucharbeiten andauerten.

Unfälle wegen unzureichender Sicherheitsstandards

Reisen auf dem Wasser gehört auf den Philippinen zum täglichen Leben. Der Archipel besteht aus mehr als 7000 Inseln. Wegen unzureichender Sicherheitsstandards und Überbelegung kommt es häufig zu Unfällen. Die Küstenwache teilte zu dem aktuellen Fall mit, dass die Fähre nicht überladen gewesen sei.

Vor zwei Jahren waren bei einem Feuer auf einer Passagierfähre im Süden des Landes fast 30 Menschen gestorben. Die schlimmste Schiffskatastrophe in Friedenszeiten ereignete sich in den philippinischen Gewässern 1987, als eine Fähre mit einem Tanker kollidierte. Mehr als 4000 Menschen kamen damals ums Leben.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes war im Vorspann von einer rauen See die Rede. Berichten zufolge soll diese aber eher ruhig gewesen sein, wie es im Text auch korrekt wiedergegeben war. Wir haben das korrigiert.

bbr/dpa/AFP