Phil Collins, 74, hat in einem Interview mit der britischen BBC offen über seine gesundheitlichen Probleme gesprochen. In der letzten Zeit habe er sich fünf Knieoperationen unterzogen. Außerdem habe er durch Alkoholkonsum Leberprobleme entwickelt.
»Ich habe eine 24-Stunden-Pflegekraft, die bei mir wohnt, um sicherzustellen, dass ich meine Medikamente wie vorgeschrieben einnehme. Ich hatte Probleme mit meinem Knie – alles, was schiefgehen konnte, ging auch schief. Ich habe mich im Krankenhaus mit Covid infiziert, meine Nieren begannen zu versagen«, so der Sänger. Alles sei zusammengekommen, sagte Collins, es seien sehr schwierige und frustrierende Jahre gewesen.
Doch die Eingriffe scheinen sich gelohnt zu haben: »Ich hatte fünf Operationen am Knie, jetzt habe ich ein funktionierendes Knie und kann laufen, wenn auch mit Hilfe, also mit Krücken oder so«, sagte Collins weiter. Und auch dem Alkohol habe er abgeschworen. Kürzlich habe er gefeiert, dass er zwei Jahre trocken ist, so Collins.
Hoffnung auf neue Musik?
Seit Jahren kämpft der ehemalige Genesis-Sänger mit gesundheitlichen Problemen und verbrachte viel Zeit im Krankenhaus. Im Jahr 2000 verlor er, wie sich später herausstellte, aufgrund einer Virusinfektion das Hörvermögen auf dem linken Ohr, erholte sich davon aber wieder nahezu vollständig. 2009 musste er sich einer Operation an der Nacken- und 2014 an der Rückenwirbelsäule unterziehen. Diese haben sich auf seine Nerven ausgewirkt, zudem leidet er unter Diabetes.
Auf der letzten Tour mit Genesis sang Collins 2021 nur noch im Sitzen und spielte auch kein Schlagzeug mehr. Er galt lange Zeit als einer der besten Schlagzeuger der Welt. Doch damals sagte er, er könne kaum noch den Schlagzeugstock in der Hand halten.
Doch obwohl Collins 2025 eigentlich gesagt hatte, dass er nicht zurück ins Aufnahmestudio gehen will, klingt das im aktuellen Gespräch mit der BBC etwas anders. »Ich habe ein paar Dinge, die noch nicht ganz fertig sind oder nie fertig geworden sind, und ein paar Dinge, die fertig geworden sind und die mir gefallen«, sagte er, »vielleicht steckt noch Leben in mir.«
