SpOn 06.02.2026
18:26 Uhr

Peter Mandelson – Jeffrey Epstein: Polizei durchsucht zwei Adressen in London


Veröffentlichungen in der Epstein-Affäre belasten Peter Mandelson schwer, der britische Toppolitiker soll dem Sexualstraftäter sensible Informationen übermittelt haben. Nun nehmen die Behörden seine Wohnsitze in den Fokus.

Peter Mandelson – Jeffrey Epstein: Polizei durchsucht zwei Adressen in London

Die britische Polizei hat Berichten zufolge das Zuhause des früheren Wirtschaftsministers Peter Mandelson durchsucht. Ein Polizeisprecher bestätigte einen Einsatz von spezialisierten Beamten an zwei Adressen, zunächst hatten britische Medien wie der »Telegraph« darüber berichtet .

Laut Polizei wird gegen einen 72-Jährigen wegen des Verdachts des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt ermittelt. Berichten zufolge handelt es sich um Mandelson. Er wohnt demnach in Wiltshire im Westen Englands und im Londoner Bezirk Camden.

Mandelson im Juni 2025

Mandelson im Juni 2025

Foto: Kirsty Wigglesworth / AP / dpa

Die jüngst veröffentlichten Dokumente im Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hatten aufs Neue eine enge Freundschaft zwischen Mandelson und dem US-Unternehmer nahegelegt. E-Mail-Verläufe sollen zudem zeigen, dass Mandelson während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Informationen an Epstein weitergegeben hat.

Der Politiker äußerte sich bislang nicht zu diesen Vorwürfen. Seinen Posten als US-Botschafter hatte Mandelson wegen des Epstein-Skandals bereits im vergangenen Jahr verloren , zuletzt trat er auch aus der Regierungspartei Labour aus und gab seinen Sitz im Oberhaus des Parlaments ab, dem House of Lords.

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Premierminister Keir Starmer hatte sich in den vergangenen Tagen mehrfach von Mandelson distanziert. Dieser war im Februar 2025 zum britischen Botschafter in den USA ernannt worden.

Starmer wusste von den Verbindungen Peter Mandelsons zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, bevor er ihn zum Botschafter ernannte. Er gab dies im Parlament zu, nachdem ihn die Tory-Vorsitzende Kemi Badenoch damit konfrontiert hatte. Wie Mandelson zur Gefahr für Starmer wird, lesen Sie hier .

hba/dpa