Bei einer Gewalttat im US-Bundesstaat Pennsylvania sind nach Angaben des Gouverneurs Josh Shapiro neun Menschen getötet worden. Er habe mit der Bürgermeisterin der Stadt Erie gesprochen und ihr nach dem tragischen Schusswaffenvorfall in der vergangenen Nacht die volle Unterstützung zugesichert, teilte Shapiro auf der Plattform X mit.
Laut dem Lokalsender Erie News Now war die Polizei am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr Ortszeit alarmiert worden. Die Polizisten fanden zwei Frauen, die tot auf der Straße lagen. Der Schütze verschanzte sich in dem Haus. Die Polizei umstellte das Gebäude und forderte den Mann auf herauszukommen. Dem Bericht zufolge waren dann noch weitere Schüsse zu hören.
Als die Polizei schließlich das Gebäude stürmte, entdeckte sie dort weitere Tote, darunter zwei Kinder. Wie Erie News Now unter Berufung auf die Polizei berichtete, fügte sich der Schütze offenbar selbst eine tödliche Schussverletzung zu.
Entwarnung für die Bevölkerung
Zu den Hintergründen der Tat sowie dem Tathergang machte die Polizei zunächst keine Angaben. »Es gibt keine Worte, die das Ausmaß des Verlusts an Menschenleben hier angemessen beschreiben könnten«, zitierte der Sender den Polizeichef der Stadt. Die Ermittler arbeiten seinen Angaben zufolge mit Hochdruck daran, den Tathergang zu rekonstruieren. Aus Respekt vor den Opfern und den Hinterbliebenen werde man nicht über ein mögliches Motiv oder andere Informationen spekulieren.
Die Stadtverwaltung hatte die Tat zuvor als »entsetzliche Tragödie« bezeichnet und zugleich Entwarnung gegeben. »Wir sind uns bewusst, dass diese Nachricht bei unseren Einwohnern große Bestürzung und Trauer auslöst.« Der Schütze sei aber tot und es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Die Stadt Erie zählt etwas mehr als 90.000 Einwohner. Sie liegt an dem gleichnamigen See, durch den die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft.
