SpOn 10.02.2026
07:06 Uhr

Pazifik: Zwei Tote nach bei US-Angriff auf mutmaßliches Drogenboot


Das US-Militär setzt seinen Kampf gegen mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik fort. Bei einem erneuten Angriff auf ein Boot sind zwei Menschen getötet worden. Laut offiziellen Angaben läuft die Suche nach Überlebenden.

Pazifik: Zwei Tote nach bei US-Angriff auf mutmaßliches Drogenboot

Bei einem erneuten US-Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggelboot im östlichen Pazifik sind nach Angaben der US-Armee zwei Menschen getötet worden. »Zwei Narko-Terroristen wurden getötet, einer überlebte den Angriff«, erklärte das für Lateinamerika und die Karibik zuständige Kommando der US-Streitkräfte (Southcom) am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Die US-Küstenwache sei benachrichtigt worden, einen Such- und Rettungseinsatz für den Überlebenden einzuleiten.

Seit September des vergangenen Jahres haben die USA 38 Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt waren. Dabei wurden bislang mindestens 130 Menschen getötet. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat jedoch nie Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte.

Es ist hochumstritten, ob die tödlichen Angriffe auf mutmaßliche Drogenschmuggler in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Die Argumentation der US-Regierung ist, dass man sich in einem bewaffneten Konflikt mit Drogenkartellen befinde. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein.

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Trump beschuldigt Caracas, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz festgenommen und in die USA gebracht. In New York soll ihm wegen »Drogenterrorismus« der Prozess gemacht werden.

Das Pentagon kündigte indes am Freitag ein Treffen von Generalstabschefs des amerikanischen Kontinents für Mitte Februar an, um gemeinsam Sicherheitsprioritäten zu etablieren und die Zusammenarbeit in der Region zu verstärken. »Wir wollen einen Kontinent, dessen Regierungen mit uns gegen Drogenterroristen, Kartelle und andere internationale kriminelle Organisationen zusammenarbeiten«, hieß es in der Pentagon-Erklärung.

asc/AFP