Mit einer Burka bekleidet hat die rechtsextreme Politikerin Pauline Hanson im australischen Parlament am Montag versucht, gegen den Islam Stimmung zu machen. Zuvor hatte sie sich erfolglos bemüht, einen Gesetzesentwurf gegen das Tragen von Burkas in der Öffentlichkeit einzubringen. Politikerinnen anderer Parteien protestierten gegen die Provokation.
»Dies ist eine rassistische Senatorin, die unverhohlenen Rassismus und Islamfeindlichkeit an den Tag legt, Herr Präsident.«
»Sie verachtet die Muslime da draußen, die australischen Muslime, das ist absolut verfassungswidrig. Das muss sofort geklärt werden, bevor wir fortfahren. Es ist eine Schande.«
Einen Tag später zog der Senat die Konsequenzen: wegen der Burka-Aktion wurde Hanson für die nächsten sieben Sitzungstage aus dem Parlamentssaal verbannt. Bereits 2017 war die Rechtsextremistin mit Burka bekleidet im australischen Parlament erschienen. Seit Jahrzehnten macht sie Politik gegen Muslime und Einwanderer aus Asien. Mit Erfolg: Laut aktuellen Meinungsumfragen habe die Unterstützung für Hansons rechtsextreme Partei One Nation weiter zugenommen.