SpOn 16.12.2025
18:34 Uhr

Passau: Deutscher soll sich bei Sprachprüfung als Afghane ausggeben haben


Es ging um eine Aufenthaltsgenehmigung: Statt selbst zu erscheinen, soll ein Zuwanderer einen Deutschen mit falschen Papieren zur Sprachprüfung in Passau geschickt haben. Laut Polizei wird die Masche bundesweit angewandt.

Passau: Deutscher soll sich bei Sprachprüfung als Afghane ausggeben haben

Bei einer Sprachzertifikatsprüfung in Passau soll sich ein 27 Jahre alter Deutscher als 38 Jahre alter Afghane ausgegeben haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Passauer Grenzpolizei.

Demnach hatte der Afghane den Deutschen beauftragt, mit falschem Pass die Sprachprüfung für ihn abzulegen, um an eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland zu kommen. Polizeibeamte, die bei der Prüfung am Samstag anwesend waren, entlarvten dem Bericht zufolge das Dokument mit den Personalien des afghanischen Staatsangehörigen als Fälschung.

Wie die Grenzpolizeiinspektion Passau den Angaben zufolge weiter mitteilte, war der verdächtige Deutsche bereits bundesweit unter falscher Identität zu Sprachzertifikatsprüfungen angetreten. »Dieser aktuelle Vorfall zeigt ein wachsendes Problem in Bezug auf die Erschleichung von Sprachzertifikaten«, heißt es in einer Mitteilung der Ermittler.

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Nach eigenen Angaben überprüft die Passauer Grenzpolizei seit August 2025 in Zusammenarbeit mit dem Ausländeramt, der Einbürgerungsstelle der Stadt Passau und der Volkshochschule Passau regelmäßig die Identität von Ausländern, die zu Sprachprüfungen antreten. Dadurch solle verhindert werden, dass unter falscher Identität Sprachzertifikate erworben und in aufenthaltsrechtlichen Verfahren oder Einbürgerungsverfahren verwendet werden.

sol/dpa