SpOn 14.12.2025
16:39 Uhr

Paris: Französische Hauptstadt eröffnet eine erste Stadtseilbahn


Südlich von Paris kann man nun aus den Vororten per Gondel Richtung Stadt schweben. Pendler brauchen so nur knappe 20 Minuten zur U-Bahn – mit Ausblick.

Paris: Französische Hauptstadt eröffnet eine erste Stadtseilbahn

Blau-weiß-schwarze Gondeln über Paris und seinen bislang abgehängten Vororten: Die französische Hauptstadt hat ihre erste Stadtseilbahn eröffnet. Seit Samstag schließt die Linie Câble C1 auf einer Strecke von 4,5 Kilometern die sogenannten Banlieues an das öffentliche Pariser Verkehrsnetz an.

Für die Einwohner des in der Region Île-de-France gelegenen Départements Val-de-Marne sei die Seilbahn »ein Zeichen der Wertschätzung«, sagte die Präsidentin der Region Île-de-France, Valérie Pécresse, bei der Einweihung.

Auf ihrem Weg zur Metrostation Créteil führt die neue Seilbahn von der Endstation Villeneuve-Saint-Georges über die Vororte Limeil-Brévannes und Valenton. Sie verbindet damit die bisher eher abgelegenen und von Gewalt und Armut geprägten südöstlichen Stadtteile mit der Pariser Metro – so heißt die U-Bahn dort. Dem Betreiber zufolge ist sie mit 4,5 Kilometern Strecke die längste urbane Seilbahn in Europa.

In die 105 Gondeln passen jeweils zehn Passagiere. Täglich sollen 11.000 Menschen transportiert werden. Die Fahrt dauert inklusive Zwischenstopps lediglich 18 Minuten und ist somit nicht nur eine zeitsparende, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zu Auto oder Bus.

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Den Behörden zufolge war das 138 Millionen Euro teure Projekt sogar günstiger als die mögliche Verlängerung der Metro: Diese hätte mehr als eine Milliarde Euro gekostet, die Strecke hätte somit »niemals finanziert werden können«, sagte der für Verkehr zuständige Regionalrat Grégoire de Lasteyrie.

Neben Paris verfügen sechs weitere Städte in Frankreich über urbane Seilbahnen, darunter Brest und Toulouse. Frankreichs älteste Stadtseilbahn wurde 1934 am Fuß der Alpen in Grenoble gebaut.

ele/AFP/dpa