Es passiert zwei Monate nach dem spektakulären Einbruch im Pariser Louvre. Doch zumindest künftig ist das Fenster, durch das die Täter ins Museum gelangten, durch Gitter geschützt. Die Arbeiten endeten am Dienstag.
Handwerker kamen ebenfalls per Lastenaufzug
Durch den Diebstahl waren zahlreiche Missstände des Museums bekannt geworden. Zum Einbau des Fenstergitters nutzten die Arbeiter nun Lastenaufzüge – ein Bild, das an den spektakulären Einbruch vom 19. Oktober erinnerte. Damals waren die Täter ebenfalls über einen Lastenaufzug auf einen Balkon in der ersten Etage gelangt und anschließend durch das Fenster eingestiegen.
Sicherungsarbeiten am Louvre – zwei Monate nach dem Einbruch
Foto: Dimitar Dilkoff / AFPDie Täter erbeuteten Kronjuwelen im Materialwert von etwa 88 Millionen Euro. Experten schließen nicht aus, dass die Edelsteine herausgebrochen und das Gold eingeschmolzen wurde. Nach Medienberichten enthielten die Schmuckstücke 8500 Diamanten, 200 Perlen sowie Dutzende Smaragde und Rubine. Die vier Täter sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Ob sie Hinterleute hatten, ist noch unklar.
Nicht die einzige Baustelle im Louvre
Eine halbe Minute hätte einem Expertenbericht zufolge ausgereicht, um die Einbrecher noch am Tatort zu fassen: Die Tat war zwar von einer Überwachungskamera gefilmt worden, die Bilder waren aber nicht live ausgewertet worden, wie sich später herausstellte. Am Freitag soll jetzt ein mobiler Polizeiposten im Louvre eröffnet werden.
Zuletzt waren durch einen Wasserschaden im Louvre Hunderte Druckwerke beschädigt worden. Betroffen seien zwischen 300 und 400 Werke aus der Bibliothek zum ägyptischen Altertum, sagte der stellvertretende Verwaltungschef Francis Steinbock. Die Zählung lief zu diesem Zeitpunkt allerdings noch.
Bei den betroffenen Werken handelt es sich um Ägyptologie-Zeitschriften aus dem 19. und vom Beginn des 20. Jahrhunderts sowie um von Forschern genutzte wissenschaftliche Dokumentationen.
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Aus Protest gegen Mittelkürzungen und ihre Arbeitsbedingungen hatten die Louvre-Beschäftigten zuletzt zwei Tage gestreikt.
