SpOn 04.01.2026
21:04 Uhr

Ostsee: Beschädigtes Kabel - finnische Ermittler untersuchen Schleifspuren durch Anker


Ein Frachter soll ein Unterwasserkabel zwischen Finnland und Estland beschädigt haben, finnische Behörden ermitteln. Nun gab die Polizei weitere Untersuchungsergebnisse bekannt.

Ostsee: Beschädigtes Kabel - finnische Ermittler untersuchen Schleifspuren durch Anker

Der wegen der Beschädigung eines Unterwasserkabels zwischen Finnland und Estland beschlagnahmte Frachter »Fitburg« hat seinen Anker kilometerweit schleifen lassen. Das teilte die finnische Polizei der Nachrichtenagentur AFP zufolge mit. »Es gibt Grund zu der Annahme, dass der Anker und die Ankerkette mindestens mehrere Dutzend Kilometer lang über den Meeresboden geschleift sind, bevor sie den Ort der Beschädigung erreichten«, zitiert die AFP.

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Die »Fitburg« fährt unter der Flagge des karibischen Staates St. Vincent und die Grenadinen und war auf dem Weg vom russischen Sankt Petersburg nach Haifa in Israel. Die finnische Polizei ermittelt eigenen Angaben zufolge in Kooperation mit internationalen Behörden wegen »schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Sachbeschädigung und schwerer Störung der Telekommunikation«. Das Schiff war am 31. Dezember beschlagnahmt worden.

Ähnlichkeiten mit russischer »Schattenflotte«

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast vier Jahren sind in der Ostsee immer wieder wichtige Telekommunikations- und Stromkabel beschädigt worden. Der Vorfall erinnert an die Beschädigung von Stromleitungen vor einem Jahr, als ein Öltanker der russischen »Schattenflotte« in der Ostsee mit seinem Anker eine kilometerlange Schleifspur hinterließ.

Fachleute gehen davon aus, dass es sich um hybride Angriffe im Auftrag Russlands handelt. Die Nato verstärkte wegen der Serie mutmaßlicher Sabotageakte in der Ostsee ihre Patrouillen.

dtt/AFP