Das US-Militär hat erneut ein Boot mit mutmaßlichen Drogenschmugglern im Ostpazifik angegriffen und dabei nach eigenen Angaben drei Männer getötet. Das Schiff sei von terroristischen Organisationen betrieben worden und auf einer bekannten Schmuggelroute unterwegs gewesen, teilte das zuständige Regionalkommando (Southcom) auf der Plattform X mit. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das zu zeigen scheint, wie das Boot nach einem Angriff explodiert.
On Feb. 20, at the direction of #SOUTHCOM commander Gen. Francis L. Donovan, Joint Task Force Southern Spear conducted a lethal kinetic strike on a vessel operated by Designated Terrorist Organizations. Intelligence confirmed the vessel was transiting along known… pic.twitter.com/PzWQFfNgHm
— U.S. Southern Command (@Southcom) February 21, 2026
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump lässt seit Herbst vergangenen Jahres immer wieder Boote in der Karibik und im Ostpazifik attackieren und begründet dies damit, grenzüberschreitenden Drogenschmuggel unterbinden zu wollen.
Trump-Regierung ohne Belege für Schmuggler
Vor etwa zwei Wochen wurden bei einem US-Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggelboot im östlichen Pazifik nach Angaben der US-Armee ebenfalls zwei Menschen getötet. Southcom erklärte damals: »Zwei Narko-Terroristen wurden getötet, einer überlebte den Angriff.«
Vor etwa einem Monat hatte das US-Militär ein angebliches Drogenschmugglerschiff im Pazifik angegriffen – mit einem ebenfalls tödlichen Ausgang: Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, wie die Armee mitteilte. Das US-Kommando für Lateinamerika und die Karibik erklärte damals auf X, Geheimdienste hätten das Boot eindeutig identifiziert: Es sei auf bekannten Drogenrouten im östlichen Pazifik gefahren und tief in illegale Geschäfte verstrickt gewesen.
Seit September vergangenen Jahres haben die USA mehr als 38 Schiffe im Pazifik und der Karibik attackiert, die in Drogenhandel verwickelt gewesen sein sollen. Dabei starben mindestens 130 Menschen. Die Trump-Regierung hat jedoch nie Belege erbracht, dass es sich bei den Opfern tatsächlich um Schmuggler handelte. Kritikern zufolge verstoßen die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern gegen das Völkerrecht.
