SpOn 12.12.2025
08:40 Uhr

OpenAI stellt neue ChatGPT-Modelle vor


Das Techunternehmen hat zwei neue ChatGPT-Modelle vorgestellt. Die sollen Code besser schreiben, komplexe Aufgaben zuverlässiger lösen und weniger Fehler machen – auch ein »Erwachsenenmodus« ist geplant.

OpenAI stellt neue ChatGPT-Modelle vor

Im KI-Wettrennen mit Google hat OpenAI neue Modelle seines Chatbots ChatGPT vorgestellt. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco bezeichnete die neuen Modelle »GPT5.2 Pro« und »GPT-5.2 Thinking« am Donnerstag als seine besten für die Bearbeitung von mathematischen oder wissenschaftlichen Aufgaben. OpenAI sah sich zuletzt wachsender Konkurrenz etwa durch das neue Gemini 3 von Google ausgesetzt.

Firmenchef Sam Altman sagte allerdings dem Fernsehsender CNBC, Gemini 3 habe weniger Nutzer von ChatGPT weggelockt, als OpenAI befürchtet habe. Er bestätigte jedoch auch, dass nach dem Erscheinen der neuen Gemini-Version in seinem Haus die »Alarmstufe Rot« ausgerufen worden sei. ChatGPT kommt nach bisherigen Angaben auf mehr als 800 Millionen Nutzer pro Woche – und Google auf über 650 Millionen Nutzer monatlich für die Gemini-App. Einige Analysten und Branchenbeobachter glauben, dass Google langfristig die besseren Erfolgsaussichten haben könnte, weil der Internetkonzern mit seiner Suchmaschine tiefer im Alltag der Nutzer verankert ist.

Erotische Gespräche mit dem Chatbot?

Das neue Modell GPT-5.2 sei besser beim Erstellen von Tabellen, Gestalten von Präsentationen, Schreiben von Codes, Wahrnehmen von Bildern, Verstehen langer Kontexte, Verwenden von Tools und beim Bearbeiten komplexer, mehrstufiger Projekte, hieß es. GPT-5.2 Thinking soll den Werbeversprechen zufolge 38 Prozent weniger »halluzinieren« als die Vorgängerversion GPT-5.1, also seltener überzeugend klingende, aber sachlich falsche Angaben liefern.

OpenAI geht nach eigenen Angaben davon aus, Anfang des kommenden Jahres einen »Erwachsenenmodus« einzuführen. Firmenchef Sam Altman hatte bereits Pläne angekündigt, die Beschränkungen zu lockern, damit erwachsene Nutzer erotische Gespräche mit ChatGPT führen können. Vor der Einführung solle die Erkennung des Alters der Nutzer verbessert werden.

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Erst am Mittwoch hatte das »Time Magazine« KI-Wegbereiter zu »Personen des Jahres« gekürt. »Wir würdigen eine Kraft, die die Schlagzeilen des Jahres beherrscht hat, im Guten wie im Schlechten«, begründete das Magazin, das seit 1927 zunächst den Mann und jetzt die Person des Jahres ehrt, seine Entscheidung. Auf einer der zwei Titelseiten sitzen einflussreiche Vorreiter der KI, unter ihnen Sam Altman, Chef des ChatGPT-Entwicklers.

mgr/dpa/AFP