Wie dürfen die USA künstliche Intelligenz in der Überwachung und im Krieg einsetzen? Darüber stritt das Pentagon mit der KI-Firma Anthropic, dann kam es zum Bruch. Doch nun gibt es Ersatz: Rivale OpenAI hat sich nach eigenen Angaben mit dem US-Verteidigungsministerium auf die Verwendung seiner Software beim Militär geeinigt. »Heute Abend haben wir mit dem Kriegsministerium eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in dessen klassifiziertem Netzwerk einzusetzen«, schreibt OpenAI-Chef Sam Altman auf der Plattform X. Pentagon-Chef Pete Hegseth repostete das Statement, ebenso wie der ranghohe Beamte Emil Michael.
Tonight, we reached an agreement with the Department of War to deploy our models in their classified network.
— Sam Altman (@sama) February 28, 2026
In all of our interactions, the DoW displayed a deep respect for safety and a desire to partner to achieve the best possible outcome.
AI safety and wide distribution of…
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Altman erläuterte weiter, zwei der wichtigsten Sicherheitsprinzipien von OpenAI seien das Verbot inländischer Massenüberwachung sowie die menschliche Verantwortung für den Einsatz von Gewalt, einschließlich autonomer Waffensysteme. »Das Kriegsministerium stimmt diesen Prinzipien zu, verankert sie in Gesetz und Richtlinien, und wir haben sie in unsere Vereinbarung aufgenommen.« Weitere Details des Deals sind bislang nicht bekannt.
Auf die beiden Sicherheitsprinzipien hatte auch OpenAI-Konkurrent Anthropic gepocht. Das Unternehmen war bis vor Kurzem in Gesprächen mit der US-Regierung. Anthropic-Chef Dario Amodei wollte durchsetzen, dass die KI der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird.
Am Freitag eskalierte der Streit: Hegseth ordnete an, Anthropic als »Supply-Chain Risk to National Security«, also als Lieferkettenrisiko für die nationale Sicherheit, einzustufen. Mit sofortiger Wirkung dürften Auftragnehmer, Zulieferer oder Partner des US-Militärs keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen machen, schrieb Hegseth bei X. Anthropic solle dem Verteidigungsministerium noch maximal sechs Monate lang Dienstleistungen bereitstellen, um einen Übergang zu einem »besseren und patriotischeren« Anbieter zu ermöglichen.
Die Maßnahme erfolgte im Zusammenhang mit einer Anweisung von Präsident Donald Trump, wonach alle Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen.
ChatGPT-Betreiber OpenAI und die Firma Anthropic wetteifern darum, ihre Software mit künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Behörden unterzubringen.
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In seinem Statement auf X rief OpenAI-Chef Altman das Pentagon zugleich dazu auf, diese gleichen Bedingungen allen KI-Unternehmen anzubieten – »Bedingungen, die unserer Meinung nach jedes Unternehmen akzeptieren sollte«. Man habe den Wunsch nach Deeskalation zum Ausdruck gebracht. Er erklärte auch, dass OpenAI technische Schutzmaßnahmen entwickeln werde, um sicherzustellen, dass sich die Modelle wie vorgesehen verhielten, was auch dem Wunsch des Ministeriums entspreche.
